Der Bundesrat schreibt als Antwort auf die Motion der Rechtskommission des Ständerates, daß er im Interesse des Kindeswohls die Stiefkindadoption für gleichgeschlechtliche Paare zulassen will. Für die SVP ist die vom Bundesrat betriebene Salamitaktik unlauter:

Im Zusammenhang mit der Abstimmung des Partnerschaftsgesetzes wurde den Gegnern immer wieder versichert, daß es keine Öffnung zur Adoption und medizinisch unterstützten Fortpflanzung geben werde.

"Das ist eine Verletzung des Kindsrechts". Die besten Voraussetzungen zur Entwicklung einer sicheren Geschlechtsidentität habe ein Kind, wenn es "in der Geschlechterspannung von Mutter und Vater" aufwachsen könne. Diese Ordnung der Natur werde von den Christen als von Gott gegeben betrachtet.
Bischof Vitus Huonder (Foto: Bistum Chur): "Das ist eine Verletzung des Kindsrechts". Die besten Voraussetzungen zur Entwicklung einer sicheren Geschlechtsidentität habe ein Kind, wenn es "in der Geschlechterspannung von Mutter und Vater" aufwachsen könne. Diese Ordnung der Natur werde von den Christen als von Gott gegeben betrachtet.

Mit seinem Beschluß, daß lesbische und schwule Paare nun Kinder ihres Partners adoptieren dürfen, wird die Türe geöffnet für die bald vollständige freie Adoption durch gleichgeschlechtliche Partner. Die SVP wird diesen ersten Schritt, daß Schwulen- und Lesbenpaare Kinder adoptieren können, vehement bekämpfen.

Der churer Bischof sprach schon gegenüber der Rechtskommission des Ständerates Klartext, als diese vorschlug, daß gleichgeschlechtliche Paare auch Kinder adoptieren können: Jedes Kind habe ein Recht auf Mutter und Vater, doch in der Struktur einer homosexuellen Partnerschaft werde dem Kind dieses Recht vorsätzlich verwehrt.

„Das ist eine Verletzung des Kindsrechts“. Die besten Voraussetzungen zur Entwicklung einer sicheren Geschlechtsidentität habe ein Kind, wenn es „in der Geschlechterspannung von Mutter und Vater“ aufwachsen könne. Diese Ordnung der Natur werde von den Christen als von Gott gegeben betrachtet.

Auf die Frage, ob er mit solchen Positionen nicht billigend in Kauf nehme, daß sich noch mehr Menschen von der Kirche abwendeten, antwortete Huonder im Gespräch mit Medien: „Die Kirche kann nicht auf mehrheitsfähige Positionen schielen.“