Aktuell schreibt Nicolaus Fest auf seinem Blog:

„Dennoch gilt vielen Unternehmen die ständige Optimierung ihrer Mitarbeiter als Schlüssel für die Zukunft – gestützt auf eine stetig wachsende Coaching-Industrie. Das ist erstaunlich, denn die Erfahrung sagt eher das Gegenteil: Menschen sind durch Argumente kaum zu beeindrucken. Jede Talkshow zeigt das dutzendfach. Und noch viel weniger sind sie bereit, ihr Verhalten aufgrund guten Zuredens zu ändern. Wäre es anders, würden beispielsweise Gesprächs-, Paar- und Verhaltenstherapien wirken, müsste die Zahl der Scheidungen deutlich sinken. Das aber ist bekanntlich nicht der Fall, obwohl hier die persönlichen Folgen ungleich dramatischer ausfallen als in Unternehmen. Vielleicht ist der Mensch doch weniger Knetmasse, als mancher Coach glaubt.“

Ich habe früher auch das blöde Mantra geglaubt, das man überall von kleinauf eingetrichtert bekommt und auch heute überall hört.
Man müsse nur wollen, jeder Mensch könne sich frei ändern, alles erreichen, was er sich wünsche, jedes Ziel und das in jeder Branche oder jeder Lebenssituation usw. usf.

Meine Oma hatte – über 90 Jahre alt – oft gesagt „Es ist doch vieles vorher-bestimmt im Leben.“

Ich glaube inzwischen eher an das indische Sprichwort: „Wenn Dir jemand erzählt, ein Berg habe sich versetzt, dann glaube ihm allenfalls; aber nicht, wenn Dir jemand erzählt, ein Charakter habe sich geändert.“

Der Grund, daß ich meine Ansicht geändert hatte, lag nicht nur in persönlichen Erfahrungen mit Menschen.
Sondern auch, weil ich einmal vor Jahren die Zwillingsstudien zufällig las von eineiigen Zwilligen.

https://www.google.ch/search?biw=2400&bih=1208&ei=7bNIW56gKMacsAHe9LfIBQ&q=eineigige+Zwillige+nach+Geburt+getrennt+Studie&oq=eineigige+Zwillige+nach+Geburt+getrennt+Studie&gs_l=psy-ab.3…1395.2094.0.2256.0.0.0.0.0.0.0.0..0.0….0…1.1.64.psy-ab..0.0.0….0.FYTdWigvRSU

Es ist möglicherweise frustrierend und gefällt nicht, aber man muß wohl zur Kenntnis nehmen, daß wir viele Dinge nicht beeinflussen können oder zumindest nur in weit kleinerem Maße.
So mein persönliches Fazit.

Warum blüht trotzdem die Beraterindustrie für Firmen oder Persönlichkeitsberatern usw.

Weil es doch viel viel schöner ist, zu hören, man hätte selbst alles in der Hand, könne alles selbst entscheiden und bestimmen. Man müsse nur fest wollen.

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Noch zu Coaching (was für ein häßliches Wort) und Beratern:
Wer Aktien handelt, kann es als gute Regel nehmen: Wenn eine Unternehmensleitung Beratungsfirmen braucht, um das Unternehmen zu führen, sofort Aktie abstoßen.

Praktiker-Baumärkte waren ein gutes Beispiel dafür dienen. 35 Millionen Euro fehlten als Praktiker-Baumärkte 2013 in Konkurs ging. Mehr als das Doppelte gab die unfähige Unternehmensführung seit 2011 für externe Berater aus.

Zu den größten Profitören gehörten die Wirtschaftskanzlei Freshfields sowie die Unternehmensberatungen Roland Berger, Boston Consulting Group und McKinsey.

Hätte die frühere Praktiker-Großaktionärin Isabella de Krassny ihre Aktien verkauft, als Vorstand und Aufsichtsrat diese Beraterfirmen beauftragte, hätte das ihr Geld gerettet.

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Und nochetwas: Es ist keineswegs ein Zufall, daß diese Firmen alle nur so mit Denglisch um sich schmeißen. Auch Schwamm- und Blasendeutsch in Form von nichtssagendem Denglisch ist klar ein Warnzeichen.

Hier wird nicht geleistet, sondern geschwatzt.

Wer die Finger von den Finanzprodukten mit den ganzen denglischen Namen gelassen hatte, hat sein Geld behalten.

Übrigens eine Studie, welche ein Sprachverein zum deutschen „Neuen Markt“ durchführte, zeigte, daß Firmen, die Denglisch im Namen führten, weitaus häufiger Pleite hinlegten.

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Apropos Berater: In der Flüchtlingskrise, die Merkel künstlich herbeiführte las ich, daß die Bundesregierung nun Beraterfirmen beauftragt.

Auch hier gilt: Entweder sich trennen wie bei Aktien (also Land verlassen, wie es viele Deutsche schon seit Jahren tun) oder Führung auswechseln. 80% der Stimmbürger (Nicht-Wähler exklusive) würden heute noch Altparteien CDU-Grüne-SPD-Linke-FDP wählen. Also die Mehrheit will so weitermachen wie bisher.

Auch das dürfte – wie bei Praktiker und anderen Firmen – zum Konkurs führen. Es wäre ja nicht das erste mal, daß Deutschland einen Staatsbankrott hinlegt.

In Europa übrigens nicht selten. Italien hat 13 mal Staatsbankrott hingelegt, Frankreich 8x. Schweiz und Island sind 2 Länder, bei denen das nie vorkam.