
Der Kanton Zürich stellt 300 neue Tafeln auf, um das Tempo auf 80 Kmh zwangszusenken zu können, wenn Smog aufkommen sollte. Ende August sind die Signale einsatzbereit, erfuhren wir aus einer Meldung des linksliberalen Tagesanzeigers im März 2009.
Jetzt ist der August gerade einmal rum, die neuen Tafeln sind einsatzbereit und eine Studie ergibt, daß die extrem kostspielige Maßnahme nichts als blinder Umweltaktionismus war und ansonsten völlig wirkungslos ist, außer man zielt auf einen symbolischen erzieherischen Sensibiliserungseffekt gegen die Autolenker. (die im Stau stehenden Lenker werden sich über die Sensibilisierung sicher freuen)
Daß mit dieser Umweltschutz-Alibimaßnahme nur eines bewirkt wurde, eine gigantische Steuergeldverschwendung, ist schockierend.
Denn daß solche Tafeln, die die Tempoanzeige von 100 auf 80 und umgekehrt ändern können, nicht ganz billig sind, dürfte auch dem naivesten Laien klarsein.
Die enormen Summen für diese Maßnahmen wären aber bei wirklich sinnvollen Umweltschutzmaßnahmen viel wirksamer eingesetzt, ergibt die aktuelle Studie über die Wirksamkeit der Autolenker-Folter.
„Wenn die Autos wegen hoher Schadstoffwerte nur mit Tempo 80 fahren dürfen, hat das kaum meßbare Auswirkungen“, berichtet heute die zur Tamedia-Gruppe gehörende Thurgauer Zeitung: „Der Nationalrat will solche Tempolimiten deshalb abschaffen.“ heißt es im Einspann eines heutigen Artikels in zahlreichen Zeitungen, u. a. der Thurgauer Zeitung.
Das Geld für die ganzen neuen Tafeln, immerhin über 300 Stück, die allein im Kanton Zürich neu installiert wurden, kann der Steuerzahler nun in den Tonne werfen.
Unmweltschutzfetischisten in Bern und Zürich verkauften dabei noch vor wenigen Monaten die teure Maßnahmen als Erfolg, erfährt man in der heutigen Ausgabe der Thurgauer Zeitung weiter:
„Wieviel die kurzfristige Temporeduktion auf den Autobahnen bringt, war bereits 2006 umstritten. Die Kantone Bern und Zürich feierten die Maßnahme als Erfolg. Gemäß ihren Messungen ging die Feinstaubbelastung an autobahnnahen Standorten um 5 bis 10 Prozent zurück. Der TCS ließ ein Gegengutachten machen und stellte die Resultate der Kantone als übertrieben dar. Auch unabhängige Fachleute stufen die Wirkung kurzfristiger Tempolimiten als sehr gering ein: «Meßtechnisch ist es fast nicht möglich, Auswirkungen festzuhalten», sagt Christoph Hüglin von der Empa.“
FDP-Nationalrat Hutter (ZH) hat nun im Nationalrat eine Parlamentarische Initiative „gegen wirkungslose Tempolimiten auf unseren Nationalstraßen“ eingereicht.
NR Markus Hutter fordert, daß die Kantone zukünftig erst eine wie auch immer geartete Wirkung nachweisen müssen, bevor sie Steuergelder für sinnlose Maßnahmen zugunsten des Umweltschutzes erlassen.
Der Nationalrat hat dieser Art Anti-Steuergeldverschwendungsinitiative gegen wilden Umweltschutzaktionismus denn auch deutlich zugestimmt.
Ganz anders der Ständerat; die Verkehrskommission des Ständerats will an der Möglichkeit von sinnloser Steuergeldverschwendung auch in Zukunft festhalten und hat das Anliegen einstimmig verworfen.
CVP-Kommissionspräsident Peter Bieri (ZG) findet, daß man zuerst mit Steuergeldern spielen können darf und dann eben schauen muß, ob die Verwendung der Steuergelder sinnvoll war oder nicht. Wörtlich hört sich das dann so an: „Oft muß man eine Maßnahme erst mal ausprobieren, um zu sehen, was sie taugt. Zudem sehen die Kantone Tempo 80 als Mittel zur Sensibilisierung der Bevölkerung.“