In der Basler Zeitung wird heute ein deutschstämmiger Professor, Dieter Ruloff, zu Wort gelassen:
«Merz ist ein Gentlemen und glaubte wohl, auch in Libyen einen Gentlemen vorzufinden.» Qadhafi sei aber ein «orientalischer Autokrat».
Hinzu komme, daß die Libyer nicht verstehen könnten, wie ein Rechtsstaat oder gar der Föderalismus funktionierten. «Darum geht man in Libyen wohl davon aus, daß der Einsatz gegen Qadhafis Sohn, Hannibal, in Genf bewußt von Bern provoziert wurde. Es kursieren gar Verschwörungstheorien.»
Und die NZZ vom heutigen Tage macht sich Gedanken über die Staatsleitungsreform:
Keine Narrenfreiheit
Man muß kein Prophet sein, um die Erfolgschancen einer tiefgreifenden Staatsleitungsreform als gering einzuschätzen. Gleichwohl besteht Handlungsbedarf, wie die Libyen-Affäre drastisch aufgezeigt hat. Das Pflichtenheft des Bundespräsidenten ist dergestalt zu justieren, daß die Gefahr unbedarfter Aktionen minimiert wird.
Keine Lust mehr auf Medien
Über den sonst keineswegs als medienscheu bekannten Hans-Rudolf Merz schreibt die NZZ: Die Lust, vor die Medien zu treten, scheint Bundespräsident und Finanzminister Hans-Rudolf Merz gründlich vergangen. Und 20 Minuten stellt fest: Nicht nur das Gesicht scheint Bundespräsident Hans-Rudolf Merz verloren zu haben, sondern auch seine Stimme.
„Wir fliegen mit Tamoil“ – Satire zum teuren Gepäcktransport nach Merz´gescheiterten Lybien-Kniefall
