
Die meisten arabischen Staaten sind Schwellenländer oder Entwicklungsländer. Ausnahmen sind hierbei die Öl-Länder Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Im gesamten arabischen Raum erscheinen – trotz der extrem reichen Öl-Länder – pro Jahr je nach Quelle zwischen einigen hundert bis zu 2.000 Büchern (letztere Angabe stammt von der UN).
Und diese Bücher kommen in äußerst geringer Auflage heraus. Durchschnittliche Auflage: 1000 bis 2000 Exemplare!
Dies stimmt sehr nachdenklich. Es fragt sich: Woran liegt das?
280 Millionen Menschen leben im arabischen Raum.
Zum Vergleich: In der winzigen Berg-Schweiz leben 8 Millionen Menschen und es erscheinen pro Jahr über 11.000 Bücher, wobei Internetbücher (ebooks) nicht mitgerechnet werden, sonst wäre die Zahl weitaus höher im Zeitalter von „tablet“ und E-Buch.

Weit mehr also als im gesamten arabischen Raum. Dies stimmt nachdenklich.
Noch ein Vergleich: Owohl es nur 11 Millionen Griechen gibt, werden jährlich 5mal soviele Bücher ins Griechische wie ins Arabische übersetzt.
Hinzu kommt desweiteren: In der arabischen Welt sind hierbei Lehrbücher und religiöse Schriften am verbreitesten. Religiöse Schriften machen 17 Prozent der Auflagen aus.
Der Komiker Dieter Nuhr greift das Thema Bildung / Buch in diesem wirklich nachdenklich stimmenden Beitrag auf.