Doppelmoral: Lieber ans Schweizer Geld ran, als vor der eigenen Türe kehren
Doppelmoral: Lieber ans einfach und billig per Bücklingsbundesrat zu erhaltende Schweizer Geld ran, als erst einmal vor der eigenen zu Türe kehren

Der Schweizer Bundesrat, der sich so gerne duckt und den Bückling macht, daß man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, man müßte einigen Bundesratsmitgliedern, allen voran dem gegenwärtigem Präsident Hans-Rudolf Merz, bald Knieschoner kaufen, berücksichtigt nicht, daß die, die die Schweiz attakieren und vor denen der Bundesrat so gerne demütig niederkniet, selbst keine weiße Weste haben.

Weder die USA mit ihren Inselsteuerparadiesen und dem Steuerparadies im eigenen Land (der berühmt-berüchtigte Bundesstaat Delaware), noch Großbritannien mit seinen Steuerinseln, nicht Frankreich (Monaco z. B.) aber auch nicht Deutschland, die so erfolgreich mit dem Finger auf Deutschland zeigen, haben eine saubere Weste.

Sie sollten sich lieber einmal an der eigenen Nase packen:

Gerne verweist der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück auf seine Erfolge im Kampf gegen Steueroasen: So hat er die Schweiz, Belgien und Luxemburg weichgeklopft. Doch gegen Steuerschlupflöcher im eigenen Land tut er wenig, berichtet die linke Basler Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe.

In dem Artikel heißt es unter anderem:

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung rechnet damit, dass «zwischen den nachgewiesenen Profiten der Kapital- und Personengesellschaften und den steuerlich erfassten Gewinnen eine Lücke von 100 Milliarden Euro klafft». Das deute darauf hin, dass die Unternehmen ihre steuerpflichtigen Gewinne herunterschreiben oder in Ausland verlagern. «Deutschland ist eine Steueroase für Groß0unternehmen», sagt der Ökonom Lorenz Jaraß dem «Spiegel», «Normalverdiener werden ausgeplündert.»

Da sollten doch einige Moralisten einmal vor der eingen Türe kehren, bevor sie andere beschuldigen.

Mehr Infos: Bankgeheimnis-Schweiz.ch