Kabarettist Lorenz Keiser äußerst sich zum aktuellen Fall Massimo Rossi und dem Witz, der ihm eine Anzeige wegen Verstoß gegen die Antirassismusstrafnorm einbrachte gegenüber der Boulevardzeitung 20Min.
Diese frug ihn: „Was halten Sie von Rocchis Aussage, beim jüdischen Witz gehe es um Zinsen für den, der ihn erzähle?
Keiser antwortet: „In einem philosophischen Gespräch ging es um die Definition von Komik. Wenn da ein Kläger kommt und jedes Wort auf die Goldwaage legt, dann leidet er an Geltungssucht. Ganz besonders, weil die beanstandete Passage aus einem Mißverständniß zwischen dem Befrager und Massimo Rocchi heraus entsteht. Deutsch ist nicht Rocchis Muttersprache, es gelingt ihm bewundernswert, sich eine Stunde lang differenziert auszudrücken, aber dann versteht er bei einer Frage über Freud das Wort «Lustgewinn» falsch. Und wenn man nun unbedingt will, kann man – mit viel schlechtem Willen – auch Massimo Rocchis Antwort falsch verstehen. Ich bin mit Massimo befreundet und weiß, daß er kein Antisemit und kein Rassist ist.“
Siehe auch Linkverweise am Schluß dieses Berichtes