Der Gewerbeverband berichtet über eine Seite, die das aktuelle Zerrbild, der teuren Schweiz korrigieren will. Handel Schweiz hat diese Plattform eingerichtet: WeißePreise.ch
Es gäbe auch Produkte, die in der Schweiz günstiger seien, so der Verband, der die 8,9 Milliarden Einkäufe, welche Schweizer im Ausland tätigen, bekämpfen möchte.
Preisvergleich lohnt
Wer die tatsächlichen Preise vergleiche, komme ins Staunen, so der Verband in einem Artikel vom 19. April. Mehr als 500 Preise sind in der Schweiz niedriger als im Ausland.
Rechnet man dann noch die Benzin- und Zeitkosten dazu, die Auslandseinkäufe kosten, lohnen sich diese häufig selbst dann nicht, wenn die Preise im Ausland günstiger sind.
Inzwischen ist es jedoch so manifestiert, daß im Ausland alles angeblich günstiger sei, daß viele Leute schon – ohne die Preise überhaupt richtig zu vergleichen – intuitiv ins Ausland fahren und dort einkaufen. Einfach in der Annahme, sie würden schon sparen.
Auch der Interneteinkauf ist nicht immer billiger. Besonders, wenn man dann bedenkt, was für Aufwände man hat, wenn mal ein im Ausland bestelltes Produkte kaputt geht und ein Garantiefall geltend zu machen ist. In der Schweiz gilt Schweizer Recht aber im Ausland gelten andere Bestimmungen und Ansprüche sind schwer durchsetzbar. Sind sie durchsetzbar, so sind dennoch enorme Aufwände nötig. Denn allein, ein Produkt ins Ausland zurückzuschicken ist schon mühsam (Zollformalitäten) und teuer.
Das sollte man bei einem Preisvergleich berücksichtigen und auf solche Aspekte geht der Artikel in der Handelszeitung leider gar nicht ein. Auch die Webseite WeißePreise.ch erstaunlicherweise nicht.
Man kann übrigens Produkte, die in der Schweiz günstiger sind, melden: melden@WeissePreise.ch
