… beurteilt wird, sondern ständig einfach billig verleumdet wird, hat wohl einen guten Grund bzw. mehrere gute Gründe.

Dies mußte ich gerade wieder denken, als ich den jüngsten Beitrag von Dr. Schlüer in der rechtskonservativen Schweizerzeit las.

Dr. Ulrich Schlüer gibt eine glasklare und begründete Meinung zum sog. "automatischen Informationsaustausch"
Dr. Ulrich Schlüer gibt eine glasklare und begründete Meinung zum sog. „automatischen Informationsaustausch“

Wo liegt eigentlich das Problem?

Schlüer ist Analytiker. Er belegt – das ist eine Eigenart von ihm – sämtliche Behauptungen akribisch mit Zahlen und Fakten. Und er nimmt darüberhinaus kein Blatt vor den Mund. Er läßt sich daher auch nicht von Interessengruppen (sog. Lobbyisten usw.) kaufen. Diese scheuen ihn ohnedies wie der Teufel das Weihwasser.

Schlüer widersteht Gesinnungsterror, er orientiert sich an Fakten.

Kein Wunder also, daß keiner seiner zahlreichen Gegner sich gerne mit seinen Argumenten auseinandersetzen mag. Stattdessen ist billige Hetze oder Häme schließlich doch viel einfacher. Warum sachlich, wenn es auch unsachlich viel bequemer (und effektiver) geht?

Die „Bericht“-Erstattung über Schlüer orientiert sich denn auch nicht an seinen Aussagen, die er – mit Fakten unterlegt – tätigt, sondern sie erinnert zumindest zum Teil sogar schon deutlichst an Gestapo- oder Stasi-Verleumdungs-Methoden.

Das ist nicht nur bedrückend aus ethischer Sicht und vor allen Dingen auch journalistischer Sicht. Nein es ist sogar mehr als nur bedrückend. Denn es würde sich lohnen, sich ohne Scheuklappen mit den von Schlüer dargelegten Fakten sachlich auseinanderzusetzen. Einfach einmal nur unter Zurhilfename des Gehirns.

Hier fragt sich: Woher eigentlich rührt die Angst der Journalisten vor Schlüer?

Die Journalisten der großen Medienhäuser müßten Schlüer als Vorbild nehmen. Er müßte zudem in jeder Journalistenschule als gutes Beispiel für unabhängigen Journalismus genannt werden. Warum passiert das eigentlich nicht? Bzw. mehr noch: Warum ist es eigentlich der absolute Alptraum vieler Gutmesch-  und Regel-Journalisten, überhaupt den Namen Schlüer zu erwähnen?

Er erreicht bei seinen Berichten Ufer mit Leichtigkeit, welche die sogenannte Qualitätsjournalisten heute nicht nicht mal mehr als Wasserleiche erreichen können.

Darin liegt wohl auch die erschreckende Aggressivität begründet, die in den Qualitätsmedien gegen Schlüer herrscht. Durch seine Objektivität und Akribität hält er den Journalisten der großen Medienkonzerne nur zuoft den Spiegel vor. Den Spiegel vor das Gesicht der Gefälligkeitsjournaille oder – und das ist leider wohl meist der Fall – der politisierenden Journaille.

Denn Schlüer legt nüchtern (auch unbequeme) Fakten dar, beleuchtet sie und holt sie ans Tageslicht hervor. Schlüer ist der bessere, sachlichere Analytiker, kurzum, der bessere Journalist, weil er sich an der Wahrheit anstatt Ideologie ausrichtet.

Zum Beispiel im Zuge der wertvollen aktuellen Beleuchtung zum Schweizer Bankgeheimnis bzw. dem sog. „automatischen Informationsaustausch“.

Wo sonst in der Schweiz (oder gar im Ausland) kann man eine derart nüchterne, sachliche Analyse der Lage lesen, bei der die wirklichen Fakten ideologiefrei genannt werden und kein Blatt vor den Mund genommen wird?

Wer schickt Soldaten-Schäuble und Kavallerie-Steinbrück eine Kopie? Sie wollten sie vermutlich ungern lesen, weil jeder Mensch mit auch nur einem winzigen Funken an Verstand im Gehirn sofort erkennt, daß Schlüer die in punkto Freiheit und Rechtsstaatlichkeit äußerst alarmieredenTatsachen sauber darlegt bzw. belegt (Zypern läßt grüßen…)

Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung anhand des folgenden Beitrages, der aktuell in der oben erwähnten Schweizerzeit erschien (kursiv):

Der automatische Informationsaustausch

Der aktuelle Freitags-Kommentar der «Schweizerzeit» vom 21. Juni 2013

Von Ulrich Schlüer, Chefredaktor «Schweizerzeit»

Nur diejenigen, die bisher notorisch Steuern hinterzogen hätten, müssten sich vor dem automatischen Informationsaustausch ängstigen, zu welchem die EU und die USA alle Kleinstaaten zwingen wollen.

Wer auf seiner Steuererklärung immer alles, was er als Einkommen erzielt und als Vermögender in Besitz hat, korrekt und ehrlich deklariert habe, dem drohe, wenn die Schweiz das Bankkundengeheimnis preisgebe und die Banken zu Besteuerungs-Gehilfen der Staatsbürokratie erkläre, keinerlei Gefahr.

Irgendein Funktionär im Departement von Eveline Widmer-Schlumpf hat diese Beschwichtigungsformel wohl erfunden – oder vielleicht auch bloss bei einem Kollegen in Brüssel abgeschrieben. Seit sie in Umlauf gesetzt worden ist, wird sie jedenfalls von den Gegnern des Privateigentums in den Redaktionssesseln – und das scheinen nahezu alle zu sein – eifrig nachgeplappert, kurzsichtigen Politikern markige Stichworte liefernd für wohlklingende Beteuerungen eigener Rechtschaffenheit.

Wie war es denn in Zypern?

So oft auch solche Beteuerungen gebetsmühlenartig heruntergeleiert werden, so wenig haben sie mit dem von den Schuldenmachern in den Staatsbürokratien erzwungenen automatischen Informationsaustausch zu tun.

Hat sich die Europäische Union vor ein paar Wochen nicht endgültig als Kleptokratie zu erkennen gegeben – damals, als Zypern vor dem Staatsbankrott stand? Es war Brüssel, das die zypriotische Regierung anwies, zunächst sämtliche Vermögen, dann, als ein Aufstand auszubrechen drohte, nur noch alle Vermögen «der Reichen», nur noch alle den Betrag von einhunderttausend Euro übersteigenden Vermögen um einen erheblichen Teil zu enteignen – zwecks Begleichung von Schulden, welche die verschwenderischen Staatsfunktionäre verursacht haben.

Der aus Brüssel legitimierte Raubzug auf Privatvermögen konnte von Nikosia buchstäblich über Nacht umgesetzt werden. Dank dort bereits institutionalisiertem automatischem Informationsaustausch über sämtliche Bankguthaben sah sich jeder, der Vermögen besass, dem Raubzug der Amts-Kleptokraten wehrlos ausgesetzt. Wurden – wie aus Widmer-Schlumpfs Departement zu diesem Datenaustausch verbreitet wird – etwa bloss die Unehrlichen, die Steuerbetrüger, die notorischen Steuerhinterzieher gemolken? Keine Spur: Auch all‘ diejenigen, welche den automatischen Informationsaustausch angeblich nicht zu fürchten brauchen, weil sie ja immer alles ehrlich versteuert haben, wurden zu wehrlosen Opfern der hemmungslosen Schuldenmacher, die sich das Wissensmonopol über sämtliche Vermögensanlagen sämtlicher Bürgerinnen und Bürger zuzuschanzen wussten.

Ein Staat, dem lückenlos zu melden ist, wo sämtliche Vermögenswerte aller Bürgerinnen und Bürger angelegt, deponiert, hinterlegt sind – dessen Bürokratie hat auch Zugriff auf all diese Vermögen. Und die zu Kleptokraten mutierten EU-Funktionäre sind skrupellos genug, ihr Wissen für systematischen Vermögensklau zu nutzen zur Vertuschung der von ihnen verursachten Überschuldung ihrer Länder. Und keineswegs bloss die Steuerhinterzieher sind ihre Opfer. Ihre Opfer sind alle. Auch die Ehrlichen; alle, die von keinem Bankgeheimnis geschützt werden.

Allgemein gültiges Rezept

Der neue Chef der Euro-Gruppe, der Holländer Jeroen Dijsselbloem, hat nach dem Raubzug in Zypern bekanntlich hochoffiziell verkündet, das dort erfolgreich angewandte Vermögensklau-Rezept bilde das Muster für weitere, ähnliche Anordnungen in andern EU-Ländern, die von ihren Funktionären ins Schuldenelend geritten worden sind.

Dijsselbloem hat zwar für seine Ehrlichkeit von seinen Kollegen in Brüssels Chefetagen gehörig auf die Kappe bekommen. Seine Worte können trotz der erhaltenen Rüge allerdings nicht ungesagt gemacht werden. Vermögensklau zwecks Staatsschulden-Tilgung soll sowohl in den EU-Staaten selbst als auch in den dem EU-Finanzgebaren unterworfenen Staaten – in dieser Gruppe sieht Brüssel bekanntlich auch die Schweiz – zum «Standard» werden.

Was das bedeutet, erklärt ein Beispiel:

Das ältere Ehepaar

Man stelle sich ein älteres Ehepaar vor. Seine Kinder – es sind mehrere – sind ausgeflogen, haben ihrerseits Familien gegründet. Das stattliche Haus mit Umschwung auf dem Land – Jahre zuvor angeschafft als lebenswertes Zuhause für die ganze Familie, dann Jahr für Jahr abbezahlt – wird für die alternden Grosseltern zunehmend zur Last. Sie haben dafür einen Käufer gefunden. Für sich, die sie sich ein Leben lang für das Gedeihen ihrer Familie persönlich eingeschränkt haben, möchte sich dieses alternde Paar für den Lebensabend so etwas wie einen Traum verwirklichen: Eine bequeme Eigentumswohnung mit Sicht auf den See und guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr, auf dass auf ein eigenes Auto fortan verzichtet werden kann. Der Preis, den sie für ihr grossen Haus auf dem Land lösen – sagen wir eineinhalb Millionen – reicht gerade aus, die neue, recht komfortable Eigentumswohnung an attraktiver Lage schuldenfrei zu erwerben.

Doch es ergibt sich, dass verschiedene Einsprachen den Bau der Eigentumswohnung um einige Monate verzögern. Eine Übergangs-Wohnlösung liess sich zwar finden. Weil von den eineinhalb Millionen, die das Ehepaar für sein ehemaliges Haus erhalten hat, für die Eigentumswohnung erst eine Anzahlung in der Höhe einer halben Million zu leisten war, legen sie den erst nach Fertigstellung der Eigentumswohnung fälligen Rest, eine Million, vorübergehend bei einer soliden Bank an. Dass diese Bank – durch die Politik auf das EU-Regime des automatischen Informationsaustauschs gezwungen – all ihre Kundendaten der staatlichen Bankenaufsichts-Bürokratie weiterzugeben hat, kümmert das ältere Ehepaar, das ja immer alles ehrlich versteuert hat, weiter nicht.

Da trifft eine Brüsseler Verfügung ein, diktiert von nackter Überschuldungsnot in der EU. Statt dass die Überschuldungs-Verbrecher endlich zur Rechenschaft gezogen werden, enteignet Brüssel nach dem in Zypern ausprobierten Muster einen vollen Drittel von allen Vermögen, die den Betrag von hunderttausend Euro (oder auch Franken) überschreiten – ein Diebstahl zum Zweck der Schuldentilgung in der rettungslos überschuldeten EU.

Altersplan wird Makulatur

Der über Nacht umgesetzte Erlass, der Raub eines Drittels seines Vermögens trifft das ältere Ehepaar mit voller Wucht. Der ganze Altersplan, das wohlverdiente schuldenfreie Wohnen in einer bequemen Alterswohnung, wird durchkreuzt von den staatlichen Kleptokraten. Diese wissen – dank automatischem Informationsaustausch –, wo alles Privatvermögen lagert. Und Kleptokraten, die über solches Wissen verfügen, leisten sich auch den Zugriff auf all diese Vermögen – zumal ihnen die an den Staatspleiten mitschuldigen Politiker «gute Absicht» für ihre hemmungslose Kleptomanie attestieren.

Es gibt auch in unserem Land Politiker, die sich anmassen, das Bankkunden-Geheimnis als «Steuerhinterzieh-Geheimnis» zu diffamieren. Diese Politiker – heissen sie nun Levrat oder Leutenegger-Oberholzer – gehören, welches Partei-Etikett sie auch vor sich her tragen, allesamt zur BBP, zur Bürger-Beraubungs-Partei. Diese Tatsache gehört ihnen fortan täglich unter die Nase gerieben.

Ulrich Schlüer

Weiterführendes:

Schweizerzeit

Schweizer-Bankgeheimnis.ch

Beitrag: Remo Maßat