Bereits im Mai hatte die kurdisch-stämmige Journalistin Mely Kiak Sarrazin in einer Kolumne für die Berliner Zeitung als „lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur“ verunglimpft. Der Deutsche Presserat hatte eine Mißbilligung ausgesprochen. Kiyak und die Berliner Zeitung hatten sich zuvor für die Beleidigung entschuldigt.
Doch was beeindruckt das die „taz“? Der Links-Außen-Postille Tageszeitung (taz) wäre es offenbar am liebsten, wenn Thilo Sarrazin durch jemanden ermordet werden würde. Oder wie soll man es denn einstufen, wenn ein Zeitungsautor wie Deniz Yücel sowas schreibt:

“So etwa die oberkruden Ansichten des leider erfolgreichen Buchautors Thilo S., den man, und das nur in Klammern, auch dann eine lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur nennen darf, wenn man weiß, daß dieser infolge eines Schlaganfalls derart verunstaltet wurde und dem man nur wünschen kann, der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten.“
In einer Folgeausgabe korrigierte die taz Yücels Text mit folgender Stellungnahme auf hämische Art und Weise:
„Anders als taz2-Kolumnist Deniz Yücel in seinem furiosen Angriff auf einen gewissen Thilo S. geschrieben hat (taz vom 6. 11. 2012, Kolumne „Besser“), erlitt dieser keinen Schlaganfall. Seine rechte Gesichtshälfte ist gelähmt, weil ihm 2004 ein gutartiger Tumor an einem Nerv des Innenohrs entfernt wurde. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.“
Doch selbst bei den Lesern der „taz“ stieß Yüksels Auswurf auf geteiltes Echo: Neben schadenfreudigen Kommentaren zum Beispiel auch ein solcher, welcher an Anstand und Intelligenz appelliert: „Die Kolumne erinnere leider an die Verteufelung von Menschen, wie sie im Dritten Reich herrschte.“
Die „taz“ kündigte eine Veranstaltung Deniz Yücels mit Mely Kiyak an. Unter dem Motto Haßpoetik („Hate Poetry“) wollen die beiden Journalisten aus den „schlimmsten Drohmails“ und „krassesten Schimpfbriefen“ an Sie vorlesen.
Wollte Yüksel auf perfide und skrupellose Art bzw. auf Kosten von Thilo Sarazzin hier für Nachschubstoff sorgen?

Man überlege einmal, ein deutscher Journalist würde sich so wie Kiyak oder Yüksel gegen einen türkischen Politiker oder türkischstämmigen Politiker, Geschäftsmann oder sonstwas äußern. Sofort wäre die Hölle los. Journalisten würden sich entrüstet die Finger über den Kollegen wundschreiben.
Kanzlerin (und Buchkritikerin) Merkel würde sich öffentlich entrüsten. Im harmlosesten Fall würde sie äußern „Das ist nicht hilfreich“ und den Mahnfinger öffentlichkeitswirksam heben.
Der türkische Ministerpräsident träte empört an die Öffentlichkeit und würde eine Entschuldigung fordern usw. usf. Das übliche Spiel. Vielleicht gäbe es auch hier und Aufrufe zu Deutschland-Boykotten („kauft nicht bei Deutschen“…)
Niemand sollte Menschen verunglimpfen und zwar weder Rechte noch Linke noch sonstirgendwer. Und man sollte nicht auf dem linken Auge blind sein, wenn es darum geht, daß Linke bzw. linke Journalisten soetwas tun. Auch in der Schweiz gibt es davon eine ganze Reihe.
Während sich die weitaus überwiegende Anzahl der Journalisten an grundlegende journalistische Prinzipien halten, sind da einige wenige, die es nicht lassen können, Leute zu verunglimpfen.
Ob es ein Jano Felice Pajarola unter dem bekennend linken Chefredaktor David Sieber (Südostschweiz) ist, der unter anderem einfach mal behauptet, eine neue Internetzeitung sei eine „anonyme Webgazette“, (und im gleichen Artikel von „grundlegenden journalistischen Prinzipien schwatzt – das muß man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen)
Ob es ein Carlos Hanimann der linken Wochenzeitung WOZ ist, welcher einen Politiker im Zusammenhang mit einer Webseite falsch darstellt und nebenbei eine Internetfirma in den Schmutz zieht und dessen Direktor (den Autor dieses Textes). Dies, nachdem er diesen stundenlang, viele Stunden lang (!) per Mail, telefonisch und mehrere Stunden persönlich in Zürich befragt hatte. Womit deutlich wird, daß hier glasklar absichtlich und wider besseres Wissen Falsches geschrieben wurde.
Oder ob es ein Journalist der linken Tageswoche (Philipp Loser) ist, einer Publikation, welche inzwischen zahlen mußte.
Ein vierter „Journalist“ muß demnächst ebenfalls mit rechtlichen Schritten rechnen. Schade eigentlich doch, daß soetwas nötig ist, weil Journalisten aus weltanschaulich-politischer Motivation Menschen verleumden. Und dies ohne jegliche Skrupel wie es scheint.
Remo Maßat