Jammerer Christoph Plate, ein deutscher „Journalist“, der heulend und zeternd die Schweiz verläßt und mit Plattitüden aufwartet dabei, daß man meinen könnte, Plate, sein Nachname, käme von Plattitüden-Loslasser, hat für viel Wirbel gesorgt.

Christoph Plate: Wirklich platt und dumm äußert sich eine beleidigte Leberwurst und zieht über ein Land her, in welchem er sich nicht angenommen genug fühlte ... (Bildschirmfotoausriß: Blick.ch)
Christoph Plate: Wirklich platt und dumm äußert sich eine beleidigte Leberwurst und zieht über ein Land her, in welchem er sich nicht angenommen genug fühlte … (Bildschirmfotoausriß: Blick.ch)

Ich frug mich damals, wie es möglich ist, daß ein Mensch, der solch dumme Äußerungen über die Schweizer von sich gibt und wirklich zum Teil blöde Äußerungen von sich läßt, so einen Medienrummel erwirken konnte.

Anläßlich dessen, daß mir eine Deutschpolin oder Polendeutschen (wie sagt man politisch korrekt ohne etwas falsches zu sagen?), mit der ich gerne Kontakt habe, heute einen ebenso bescheuerten Artikel von T-Online (sprich: T-Onlein) um die Ohren schlägt, deren Autoren zu feige sind, sich mit vollem Namen unter dem Artikel darstellen zu lassen, sehe ich mich veranlaßt, hier einmal auf die entlarvenden Artikel von Hendryk Broder – zufällig auch polnischer Herkunft – hinzuweisen, welcher Plattmann Plate den Spiegel vorhält.

Die Autoren übrigens nennen sich geheimnisvoll: Von P. Brandenburg, C. Niederelz & T. Borusewitsch, t-online.de

Ich finde es so krank und abscheulich, wenn Leute offenbar Spaß daran haben, einfach mal gegen ein Land zu hetzen, daß sie gar nicht kennen und das – nebenbeibemerkt – eines oder das weltoffenste Land der Welt ist. Und nebenbeibemerkt auch einen Ausländeranteil hat, der in Europa seinesgleichen sucht.

Und das nebenbei noch dazu bei Einbürgerungen nicht nur Europameister ist sondern weltweit bei allen westlichen Ländern an der Spitze! (Auf 100’000 Bewohner gibt es in der freiheitlichen Schweiz rund 600 Einbürgerungen. So viel, wie in keinem anderen westeuropäischen Land, wohlgemerkt jedes Jahr)

Doch zu Broder. Er schreibt in dem Artikel:

Es gibt zwei Sätze im Text des deutschen Kollegen, die verräterisch sind. Er schreibt: «Es fällt schwer, das Land zu lieben, weil seine Bewohner es selbst nicht 
lieben.»

Es zwingt ihn doch niemand, die Schweiz zu lieben, so wie man die Menschen, in deren Gesellschaft man sich aufhält, nicht lieben muß. Es reicht, daß man mit 
ihnen zurechtkommt. Es reicht, sich in der Zürcher Kronenhalle und im Basler Café Schießer wohlzufühlen. Es reicht, die NZZ zu lesen und den Unterschied zwischen Luxemburgerli und Kägifret zu kennen. Aber der deutsche Idealismus geht immer aufs Ganze. Und wir müssen immerzu anderen erklären, was mit ihnen nicht stimmt: Die Amis sind kulturlose Barbaren, die Israelis haben nichts aus dem Holocaust gelernt und die Schweizer lieben sich selbst nicht.

Auch der zweite Satz hat es dicke in sich. Der Kollege zitiert einen 
alten Juden, der nach über 60 Jahren in der Schweiz sagt: «Heimat ist sie nie geworden.» Was für ein Beweis! Ich kenne alte Juden, die seit 60 Jahren in Tel Aviv oder New York leben und trotzdem nie sagen würden, Israel oder Amerika wäre ihre Heimat. Meine Eltern haben Polen vor über 50 Jahren verlassen. Ich bin im Laufe der Jahre ein Beute-Deutscher geworden. Ist Deutschland meine Heimat? Mal ja, mal nein. Denn Heimat ist für mich nicht dort, wo man mich liebt, sondern dort, wo ich in Ruhe gelassen werde.

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Nachtrag