Jörg Baberowski, 54, ist Professor für die Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität in Berlin. In mehreren zum Teil preisgekrönten Büchern beschäftigte er sich mit dem Stalinismus. In seiner neusten Veröffentlichung ( Räume der Gewalt ) untersucht er den sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Umgang mit Gewalt.

Er schreibt in der NZZ:

Die Regierung erklärt, es kämen Ärzte und Akademiker, die Deutschland bereicherten. Man könnte glauben, was uns als Gewißheit verkauft wird, wenn die Einwanderung gesteuert werden würde. In Wahrheit weiß niemand, wer kommt und ob jeder Einwanderer eine Bereicherung ist. Aber auf die dunklen Seiten der ungesteuerten Einwanderung wird der Mantel des Schweigens geworfen und das Gegenteil von dem beschworen, was Tag für Tag in unserem Alltag besichtigt werden kann.

Beitrag in der NZZ