Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat sich am Donnerstag am fünften Schweizer Asylsymposium in Bern zum Verhalten der Schweiz während der Nazi-Zeit geäußert:

Kritik an der Schweiz vor 70 Jahren sind heuchlerisch.
Simonetta Sommaruga: Ihre Nazi-Zeit-Kritiken an der Schweiz vor 70 Jahren sind billig und in bezug auf Ihre Person überdies auch heuchlerisch.

«Menschen wurden im Zweiten Weltkrieg an unserer Landesgrenze abgewiesen und somit in den sicheren Tod geschickt.»

Was ist davon zu halten, wenn viele Jahrzehnte später GutmenschInnen belehrend und populistisch den Zeigefinger heben? Und sich als Nett-Menschen wohlfeil in Kriti üben, was vor 70 Jahren war und die Schweiz beschmutzen anstatt das Gute, was das Land damals vollbrachte in seiner Neutralität, hervorzuheben?

Zuerst einmal ist zu sagen: Es ist leicht, fast 70 Jahre später den Zeigefinger zu heben und zu belehren, was moralisch bessergemacht werden hätte können.

Und dann ist zu sagen: Es ist billigster Populismus.

Anstatt die Leistungen der damaligen Schweiz, sich aus dem Krieg rauszuhalten und soviele Menschen zu retten, hervorzuheben, stellt Sommaruga die Schweiz zu unrecht dar, als hätte sie damals kaltherzig und unbarmherzig gehandelt. Und „Menschen in den sicheren Tod geschickt“.

Jetzt müßte es eine Zeitmaschine geben und man müßte die moraltriefende Reden schwingende Simonetta Sommaruga einmal 70 Jahre zurückschicken, damit sie es anders machen könnte.

Schade, daß Simonetta Sommaruga nicht vor 70 Jahren Bundesrätin war. Dann könnte sie ihren hehren Worten Taten folgen lassen und Hitler kontra bieten, indem sie alle, aber auch wirklich alle, die aus ganz Europa in die Schweiz wollten, hereinlassen und Hitler brüskieren.
Schade, daß Simonetta Sommaruga nicht vor 70 Jahren Bundesrätin war. Dann könnte sie ihren hehren Worten Taten folgen lassen und Hitler kontra bieten, indem sie alle, aber auch wirklich alle, die aus ganz Europa in die Schweiz wollten, hereinlassen und Hitler brüskieren. Mutige Zeigefinger-Reden schwingen und mutig handeln sind nämlich immer noch zwei ganz unterschiedliche Sachen.

Denn daß die Schweiz ein freier Fels in brauner Brandung war und vielen Menschen Schutz geboten hat, vergißt Sommaruga geflissentlich.
In welcher Gefahr das Land war, auch.

Daß die Schweiz gar nicht alle Flüchtlinge aus Europa aufnehmen hätte können, kehrt sie natürlich auch unter den Tisch, als die Leute, die vor 70 Jahren in der Politik waren nun posthum mit der Quasi-Nazi-Keule attackiert.

Als wäre die Schweiz nicht frei gewesen in dieser Zeit, hätte nicht die einzigartige Leistung in Europa vollbracht, sich aus dem Krieg rauszuhalten. Als hätte die Schweiz nicht zig Menschenleben gerettet.

Hinterher tadeln und alles besser wissen, ist immer leicht. Und es ist vor allen Dingen billig, zumal es sich um Tote handelt, die Sommaruga angreift. Sie können sich nicht mehr wehren.

Nehmen wir einmal an, Simonetta Sommaruga wäre nicht heute, sondern damals Bundesrätin gewesen. Dann hätte sie nicht so leicht reden und würde nicht so wohlfeil den Zeigefinger erheben.

Was wäre denn passiert, hätte die Schweiz damals, als sie darum kämpfen mußte, nicht in den Krieg hineingezogen zu werden, nicht nur viele, sondern alle Menschen aus ganz Europa, die gern in die Schweiz wollten, aufgenommen. Aus ganz Europa? Was wäre dann wohl passiert? Hätte Hitler zugesehen und gesagt: Das ist ja toll, das macht die Schweiz ganz super?

Hat sie das einmal überlegt?

Die Schweiz als kleines Land kann nicht sämtliche Probleme der Welt lösen indem sie einfach die Grenzen für alle öffnet. Etwa für Nigeria. Um nur ein Land einmal zu nennen. Diese Doktrin ist besserwisserisch und gutmenschlich. Es ändert aber nichts daran, daß sie falsch ist. Bleiben wir bei Nigeria: Das Land ist fast so groß wie ganz Europa. Die Schweiz kann gar nicht alle Menschen aus dem diesem Land aufnehmen. Geschweige denn integrieren.

Schampus-Sozialistin Sommaruga sollte mal in ihrem eigenen Zuhause auch nur eine einzige Person bei sich aufnehmen. Dann wäre sie für mich glaubwürdig. Und nicht heuchlerisch.

Remo Maßat

Noch eine Fußnote: Wegen ihrer Partei wäre die Schweiz damals Hitler völlig wehrlos gegenübergestanden. Hätte gar niemanden aufnehmen können. Nicht eine Person. Warum? Weil genau ihre Partei es damals war, die damals schon die Abschaffung der Armee der neutralen Schweiz forderte. Ja, diese Forderung gab es schon damals. Erst nach Hitlers Machtergreifung wurde den damaligen Genossen langsam mulmig und sie ließen von ihrer Forderung nach der Abschaffung der Schweizer Armee langsam ab.

Sie glauben es nicht, daß es das schon einmal gab, diese Forderung? Und ausgerechnet in dieser Zeit (so wie heute)? Lesen Sie es hier: SP-Forderung zur Abschaffung der Armee