Viele Wirte haben Einbußen wegen des unsinnigen Rauchverbots: Die Folge sind leere Gaststätten, Bars und Restaurants (Archivbild Schweizer-Küche.ch)
Viele Wirte haben Einbußen wegen des unsinnigen Rauchverbots: Die Folge sind leere Gaststätten, Bars und Restaurants (Archivbild Schweizer-Küche.ch)

In immer mehr Kantonen darf in Restaurants, Bars und anderen Gastrobetrieben nicht mehr geraucht werden. Für die Wirte ist das Rauchverbot ein großer Eingriff in die Gewerbefreiheit. Für die Raucher ebenfalls ein Eingriff in ihre persönliche Freiheit.

Ob das Lokal rauchfrei ist oder nicht, soll der Wirt daher zukünftig wieder selbst entscheiden können.

Gesetze über die Einschränkung oder über ein komplettes Verbot des Rauchens in Gaststätten ist ein weiterer Schritt weg von der Eigenverantwortung und hin zu mehr staatlicher Bevormundung.

Noch mehr Gängelung und Bevormundung

Den „Damen und Herren in Bern“ geht es nicht um die Gesundheit der Leute sondern um die Weiterführung der Verbotskultur und der Entmündigung der Bürger. Was folgt als Nächstes?

Die Junge SVP Schweiz fordert zusammen mit dem Komitee Rauchverbote-NEIN mit einer Petition, daß die Wirte wieder selbst entscheiden können, ob in ihrem Lokal geraucht werden darf oder nicht. Unter www.Pro-Rauchen.ch kann jeder die Internet-Petition unterzeichnen.

Rauchverbot-Argumente: Verursacht Rauchen Kosten für die Gesellschaft?

Auch der Unsinn, daß Rauchen Kosten für die Allgemeinheit verursacht, ist längst in etlichen ausländischen Studien widerlegt. Diese ergeben im Gegenteil unisono:

Ganz abgesehen von den enormen Einnahmen der Tabaksteuer-Einnahmen des Staates stimmt es natürlich, daß Rauchen Gesundheitskosten verursacht (die geringer als die vorerwähnten Steuereinnahmen sind).

Aber auch, daß Raucher im Durchschnitt weniger lange leben und somit weniger Rente beziehen.

Letzteres wird immer geflissentlich übersehen bzw. meist nicht einmal erwähnt.

Dabei gibt es hierzu einschlägige Untersuchungen, die eindeutig ergeben, daß Rauchen der Volkswirtschaft nicht schadet.

Doch was ist mit der (Gesundheits)-Moral?

Wenn keine pekuniären Argumente ziehen können, bleiben also noch die gesundheitlich-moralischen Argumente. Diese Erwägungen, wie er mit seiner Gesundheit umgeht, sollte aber jeder mündige Bürger selber entscheiden dürfen.

Genausogut könnte man vorschreiben, daß in Restaurants nur noch ein Glas Wein oder ein Glas Bier (WHO-Empfehlung als tägliches Höchstmaß) ausgeschenkt werden darf.

Oder daß Lebensmittelgeschäfte und Supermärkte an den Kassen Waagen einbauen müssen und neben den Alterkontrollen beim Alkohol etwa auch Gewichtskontrollen durchführen müßten und an Übergewichtige keine Süßigkeiten mehr verkaufen dürften.

Daher gilt auch hier:

Die Bevormundung, ob jemand seiner Rauch-Lust oder Rauch-Sucht (ja, es gibt auch nicht-süchtige Raucher und nicht-süchtige Wein- und Biertrinker oder nicht-übergewichtige Süßigkeitenesser) in Gastrobetrieben nachgehen darf, soll jeder Bürger selbst entscheiden, denn es schreibt ja auch keiner etwas vor, wenn man sich ungesund ernährt oder zuviel trinkt.

Und: Niemand zwingt Personal, sich in einem Raucherrestaurant oder einer Raucherbar zu bewerben.

Daher ist auch der angeblich notwendige Arbeitnehmerschutz bloß eines: vorgeschoben.

Rauchverbot als Maßnahme des Arbeitnehmerschutzes vor Passivrauchen?

Auch die hohe Moral zum angeblich notwendigen Schutz des Servicepersonals zieht daher nicht. Zwar kann man hier auf Anhieb schwer widersprechen, weil Arbeitnehmerschutz ja ach so gut klingt, aber:

Man schafft ja auch keine Gesetze, daß Schwimmlehrer nicht Chlorwasser ausgesetzt werden dürfen oder Bauarbeiter keinem Baulärm ausgesetzt sein dürfen.

Wer sich als Schwimmlehrer bewirbt, weiß, daß er weit mehr als der Durchschnittsbürger Chlorwasser ausgesetzt ist. Wer sich auf dem Bau bewirbt, weiß, daß er weit mehr Lärm als in anderen Berufen zu ertragen haben wird. Wer sich in einer Raucherbeiz bewirbt, weiß, daß er weit mehr Rauch als der Durchschnittsbürger ausgesetzt sein wird.

All das Gehabe um den angeblich notwendigen Arbeitnehmerschutz des Servicepersonals stellt bestenfalls bloßes Moralaposteltum und eine (weitere) Bevormundung und Gängelung des freien Bürgers dar; nicht mehr und nicht weniger.

Warum nicht gleich ein Gesetz, daß Teilnehmer an Sportrennen keinen übermäßigen Unfallrisiken ausgesetzt sein dürfen? Oder Fußball verbieten, weil es ein erhöhtes Verletzungsrisiko gibt?

Wer den Beruf des Profifußballers wählt, weiß um das erhöhte Verletzungsrisiko genauso wie die Barmaid weiß, daß sie Rauch ausgesetzt sein wird, wenn sie sich in einer Raucherbar bewirbt.

Rauchverbot: Keineswegs neu

Oft werden Rauchverbote als neue Errungenschaften verkauft, die aus dem Fortschritt in der medizinischen Forschung über die Schädlichkeit des Rauchens hervorgehen und daher umzusetzen seien.

Dabei ist das Thema Rauchverbot sogar ein uralter Zopf. Hätten Sie´s gewußt:

Die erste aktenmäßige Darstellung eines Rauchverbotes begegnet uns in der Bulle Cum Ecclesia vom 30. Januar 1642, welche im Römischen Bullarium, Luxemburger Ausgabe Bd. V. Seite 363 u. 364 zu lesen ist.

Denn als das Tabakrauchen im 16. Jahrhundert nach Christus zunahm, reagierten einige Herrscher in den Despotien des Ostens zunächst mit drakonischen Körperstrafen.

In Europa (später auch in Rußland, der Türkei usw.) setzte sich hingegen der Weg durch, den Tabakkonsum durch punktuelle Rauchverbote, etwa in den Kirchen, und Luxussteuern zu begrenzen und zugleich als Einnahmequelle zu nutzen.

Weitere Rauchverbote kamen auf, als das Rauchen im Zuge des Dreißigjährigen Krieges immer weiter um sich griff. Im Herzogtum Lüneburg stand auf Rauchen bis 1692 theoretisch sogar die Todesstrafe.

Einer bekannten Anekdote zufolge war sogar für manchen 1848er-Revolutionär die wichtigste Forderung die Abschaffung des Rauchverbots im Berliner Tiergarten.

Weiterführendes, Studien

Irgendwann ist man soweit, daß man das Grillieren verbietet wegen der Gefahr des Passivgrillierens (analog zum sog. Passivrauchen). Daher: Nein zu noch mehr Verboten, zu noch mehr Gängelung!

Weiterführende Verweise, unter anderem Studien zu den Folgen von Rauchen oder zum Sinn / Unsinn von Rauchverboten hat es auf sackstark.info