Zu Weihnachten sieht man sie wieder überall: Aufrufe auf Plakaten, die schlechtes Gewissen machen sollen.
Briefe mit Bilder hungerder Kinder, welche aus Ländern kommen, wo sie die Menschen so schnell vermehren, daß es nicht mehr für alle genug zu essen gibt.
Viele Mütter in der westlichen Welt sind sogar über 40. Denn während in der westlichen Welt Eltern rechnen und rechnen, ob sie sich denn überhaupt Kinder leisten können oder allenfalls Migrantenfamilien dies nicht tun (Thilo Sarrzin läßt grüßen mit „Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen„), weil ja die Sozialhilfe der restlichen Allgemeinheit in diesen Ländern dafür aufkommt, so gibt es Länder, in denen das ganz anders ist.
Stichwort Entwicklungshilfe: Calmy-Rey wirkte bzw. wirkt nach. Und zwar in punkto politisch korrekte Sprache bzw. Sprachvergewaltigung durch orwellschen Neusprech. Und dazu: Eine erstaunliche heutige Rolle der FDP bei der Entwicklungshilfe.

Unter dem Titel „DEZA: Meisterin der sprachlichen politischen Korrektheit“ ist auf Dritte-Welt.ch zu lesen:
Die Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) vollendet die politische Korrektheit nach Orwell ganz und gänzlich.
Denn die DEZA vermeidet den Begriff „Entwicklungsland“ völlig und zwar zugunsten des Neusprech-Wortes „Partnerländer“, so Wikipedia.
Das ist natürlich ein ganz klein wenig euphemistisch, denn unter Partnern werden ja normalerweise zwei ebenbürtige oder zumindest gleichberechtigte gesehen und zudem ist Partnerschaft stets freiwillig.
Wenn aber die Entgegennahme von Entwicklungshilfegeldern – äh – Partnerschaftsgeldern freiwillig erfolgt, wenn es also gar keine lebensnotwenige Hilfe ist, sondern wenn es sich um Geschenke handelt, dann ist sie ja eigentlich unnötig?
In der Politik machen jedoch linke und Parteien der sogenannten Mitte ständig geltend, es brauche die (lebensnotwendige) Entwicklungshilfe – äh – DEZA-Gelder (oder wie man das nennen soll).
Und zum Wort Partnerländer ganz nebenbeibemerkt:
Da verwundert, daß diese „Partner“ sich auf etlichen Ebenen – etwa bei der Rückführung eigener Staatsbürger, welche massenhaft kriminell sind, wie im Fall Nigeria – sich ganz und gar unpartnerschaftlich verhalten.

Ausschaffungen werden systematisch verhindert und anstatt daß die Schweiz die Zahlung der Millionen und Abermillionen an Entwicklungshilfegelder daran knüpft, daß sich die Entwicklungsländer – äh – „Partnerländer“ partnerschaftlich verhalten, wird munter gezahlt und zwar ohne die geringsten Bedingungen.
Didier Burkhalter (FDP) wollte offenbar keine Bedingungen und das EDA bzw. die Deza findet es gut, einfach so „Partnerhilfe“ zu zahlen, unabhängig davon, ob partnerschaftliches Verhalten seitens der Entwicklungshilfe – äh – Partnerhilfe beziehenden Länder praktiziert wird.
Selbst Simonetta Sommaruga forderte anscheinend solch eine Verknüpfung, welche ja wohl eigentlich völlig selbstverständlich sein sollte.
Die Schweizer Tagesschau des Staatsfernsehens berichtet: „Bundesrat und Außenminister Didier Burkhalter soll sich dagegen wehren, dass Bundesrätin Simonetta Sommaruga die Schweizer Entwicklungshilfe an Bedingungen knüpfen will.“
