(von Remo Maßat) Gerade las ich einen Beitrag über Flattr vom deutschen Medienjournalisten Stefan Niggemeier („Ich habe Angst um den Journalismus.“). Er schrieb über seine Flattr-Einnahmen.

Reichsparteitag
In Deutschland gibt es ein Reichstagsgebäude. Darf man das Wort benutzen, ohne in eine Ecke gestellt zu werden, in der man gar nicht steht? (Bildschirmfotoausriß: Blog von Stefan Niggemeier)

In diesem Beitrag war der meistgeflatterte Blog-Beitrag einer mit dem Titel „Ein innerer Reichsparteitag„.

Reichsparteitag. Hm. Also was mit Bezug zu der Zeit in der Geschichte, in der es noch das Deutsche Reich gab.

Die KPD (Kommunistische Partei) hat ihren Reichsparteitag 1929 in Dresden abgehalten, so Wikipedia. Reichsparteitage gab es also auch schon vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten. Sogar zu Zeiten des Deutschen Kaisers.

Ich frug mich, worum es wohl bei diesem Beitrag ging und „guhgelte“ ihn.

Natürlich nicht um die KPD oder sonst eine Partei, die zu Zeiten des deutschen Reichs einen Parteitag hatte, soner selbstverständlich um Nazi-Alarm in deutschen Medien und eine der (üblichen) Empörungswellen.

Interessant insofern, daß es sowas auch in der Schweiz gibt. Etwa bei der Linksaußen-Wochenzeitung WOZ bzw. dessen Autor Carlos Hanimann. Hierzulande ist es ja sogar so, daß es sogar sogenannte Journalisten gibt, die bei einer Webseite mit Aufklärungsinhalten einen Politiker beschuldigen, rechts zu sein (der nicht einmal Inhaber der Seite war).

Katrin Müller-Hohenstein und die Redewendung "innerer Reichsparteitag". Die Welt schrieb dazu: "Im Dritten Reich persiflierte die Redewendung "innerer Reichsparteitag" den bombastischen Nazi-Jargon. Doch das ist den wenigsten bekannt."
Katrin Müller-Hohenstein und die Redewendung „innerer Reichsparteitag“. Die Welt schrieb dazu: „Im Dritten Reich persiflierte die Redewendung „innerer Reichsparteitag“ den bombastischen Nazi-Jargon. Doch das ist den wenigsten bekannt.“

Andere Journalisten zitieren dies genüßlich und so entstehen in der Schweiz Nazis. Auch, wenn es keine sind, aber hängen bleibt ja immer etwas. Einer dieser Journalisten eine anderen Linksaußen-Wochenzeitung, der Tageswoche, mußte wegen einem „Beitrag“ von dessen Redaktor Philipp Loser inzwischen zahlen.

Andere wie Jano Felice Pajarola vom Qualitätsmedium Südostschweiz reihen sich in die absichtlichen Falschdarstellungen ein. Es hitlert überall in der Schweiz.

Bzw. muß man sagen, nicht überall, aber sogut wie überall linksaußen. Die meisten Medien haben fair und sachlich berichtet.

Interessant im Zusammenhang mit dem ständigen Nazi-Alarm und hitlern ist insofern der Blog-Beitrag von Stefan Niggemeier. Eine Frau hat etwas gesagt, was politisch nicht korrekt ist.

Für alle, die für Politische Korrektheit sind, hier eine Randbemerkung: Im Dritten Reich bedeutete, jemand sei ein „politisch ganz korrekter“, daß er sich strikt an die gegenwärtig herrschende Parteilinie hielt. Soviel noch dazu.

Aber zum Fall der Sportredaktorin Katrin Müller-Hohenstein (schön emanzipiert mit Doppelnamen) und ihrer Äußerung, die Alarm auslöste.

Man könnte jetzt sagen: Mit so Wörtern wie „Autobahn“ muß man halt vorsichtig sein. (Johannes B. Kerner zu Eva Herman: „Autobahn geht halt nicht, finde ich.“)

Es spielt ja schließlich bei künstlich herbeigeführten Nazi-Alarm natürlich auch keine Rolle, was jemand meinte, noch weniger, was historische Tatsache ist. ‚Es geht hierbei nicht um Inhalte. Und schon gar nicht um Wahrheit(en). Sondern es geht um künstliche Aufregung (im besten Fall) oder schlichtweg um nichts weniger als um Diffamierung.

Natürlich geht es in diesem Beitrag auch um das deutsche Gegenstück zur WOZ, die TAZ. Doch lesen Sie selbst:

Zum Blogbeitrag von Stefan Niggemeier

Weiterer Blogbeitrag zum Thema

Hier noch ein Internet-Video von Harald Schmidt zum Thema: