
„Bereicherung oder Niedergang. Wie man die rasante Transformation der europäischen Gesellschaften wahrnimmt, hängt neben der jeweiligen Weltanschauung vor allem vom sozialen Status und dem Umfeld des Betreffenden ab. Wer in einer noblen Wohngegend lebt, eine gehobene berufliche Position innehat, seine Kinder – sofern er welche hat – auf eine Privatschule schickt, einen eigenen Pool hat, seine Freizeit vornehmlich in gehobener Gastronomie, Fünf-Sterne-Hotels, Theater oder Museen verbringt, der macht völlig andere Alltagserfahrungen als die Supermarktkassiererin im versifften Brennpunktviertel. Er kennt die „Segnungen“ der Multikulturalisierung nur aus zweiter und dritter Hand“ schreibt „eigentümlich frei“ aktuell.