Das reichste EU-Land verläßt die EU.

Deutschland wird endgültig zum Zahl-Hans (und war es auch vorher bereits, denn das reiche England zahlte weniger Beiträge dank Thatcher)

Heute einmal eine Analyse auf SchweizBlog zu einem Thema, das sowohl auf einen Börsenblog gepaßt hätte als auch auf einen TechBlog.

Brexit news leave remainGoogleTrends ist eine Sache, die jedem Internetinteressiertem, jedem Techie ein Begriff ist.

Man kann hervorragend Suchmaschinentrends analysieren, Suchwörter, Suchstränge generieren, die von Bedeutung sind.

Etwa, wenn man für einen Politiker vor Wahlen die Webseite optimieren will oder aus vielen anderen Gründen.

Börsenmenschen hingegen setzen sich mit Charttechnik und Trends ebenso auseinander, jedoch aus gänzlich anderen Gründen.

Brexit GoogleBei einer Abstimmung wie dem Brexit spielen aber nicht nur politische sondern auch wirtschaftliche Dinge hinein. Es gibt Aktien, die man abstoßen muß (zB HSBC und andere Bankaktien die stark vertreten sind in der Bankenmetropole London) oder kaufen sollte (zB diese hier), je nach Ausgang der Abstimmung zum Brexit.

Daher hier einmal der Chart der beiden Suchstränge „Brexit remain“ (Brexit + bleiben) und „Brexit leave“ (Brexit + verlassen).

Natürlich nicht aus der Schweiz, sondern mit Standort Großbritannien. Denn dort wohnen die Stimmberechtigten in der Brexit-Sache.

Auf die Prognostiker vom Staatssendern oder von Bundesratsagenturen usw. ist selten Verlaß: Dante ließ die Wahrsager mit umgekehrt aufgewachsenem Kopf in die Hölle laufen. Sie mußten sich mit den Händen vorantasten.
Auf die Prognostiker vom Staatssendern oder von Bundesratsagenturen usw. ist selten Verlaß: Dante ließ die Wahrsager mit umgekehrt aufgewachsenem Kopf in die Hölle laufen. Sie mußten sich mit den Händen vorantasten.

„Brexit“ zusammen mit  „leave“ wurde hier eindeutig mehr gesucht als mit „remain“ (bleiben).

Google kann nicht nur Krankheiten vorhersagen. Etwa Grippewellen. (wenn die Suchhäufigkeit von Arzneimitteln gegen Grippe oder Erkältung steigt, beginnt so eine Welle). Sondern auch für andere Dinge nützlich sein. Etwa bei Abstimmungen.

Denn den Prognosen der von Interessengruppen oder vom Staatssendern bezahlten Prognostikern ist nicht nicht zu glauben. Selten nur liegen sie richtig. Und auch geben in Telefonumfragen nicht alle wahre Antworten.

Aber: Was jemand guhgelt, das zeigt das Wahre, was ihn wirklich bewegt und interessiert. Und das war hier nunmal häufiger „Brexit + leave“ als „Brexit + remain“.

Broker wie Goldman Sachs sind wegen Brexit-Gefahr im Aufruhr (Bildschirmfotoausriß)
Broker wie Goldman Sachs sind wegen Brexit-Gefahr im Aufruhr (Bildschirmfotoausriß)

Ohne eine Glaskugel auf dem Tisch haben zu müssen, konnte man somit davon ausgehen, daß die Abstimmung so ausgehen würde, wie sich im Moment abzeichnet.

Pro Brexit.

Übrigens berichteten die lahmen Medien im deutschsprachigen Europa lange noch, daß die EU-Befürworter gewinnen würden, als auf Google es längst anders nachzulesen war (siehe obiges Beispiel-Bildschirmfoto, davon hab ich eine Serie in der Nacht gemacht)

Interessant auch, wen der Brexit interessiert.

Besonders die Schweizer.

Durch den Brexit gewinnt natürlich die Efta enorm an Bedeutung und es zeigt auch, daß die EU nicht alternativlos ist, wie es Merkel sagen würde.

Interessant auch zu sehen, wen der Brexit interessiert. Natürlich die Engländer, dann die Iren und an 4. Stelle die Schweizer.
Interessant auch zu sehen, wen der Brexit interessiert. Natürlich die Engländer, dann die Iren und an 4. Stelle die Schweizer.

Dafür bekam sie ja den Preis „Unwort des Jahres“, weil sie nur so mit „alternativlos“ um sich warf. Es gibt eben im Leben immer Alternativen.

Ein freies Land zu sein oder in einer Bürokratie- und Bevormundungs-Zwangsjacke.

Vielsagend daher auch die Plakate vieler Brexit-Befürworter, auf denen stand „Gebt uns unser Land zurück!“

Es erinnert an Thatchers „Ich will mein Geld zurück“ (I want my money back). Als die eiserne Lady Englands ihre Handtasche auf den Tisch knallte und Geld zurückforderte von der schon damals exzessiv verschwenderischen EU.

Margret Thatcher, die die EWG-Mitgliedschaft ausdrücklich befürwortet hatte, nahm vermehrt EU-skeptische Positionen ein, als sich zeigte, daß führende kontinentaleuropäische Politiker darauf hinarbeiteten, eine zunehmend politische Union zu schaffen. Am 20. September 1988 hielt Thatcher in eine vielbeachtete Rede, in welcher sie sich für ein Europa von unabhängigen, souveränen Staaten aussprach. Und die Vorstellung eines europäischen Bundesstaats nach dem Muster der Vereinigte Staaten ablehnte. Sie kritisierte  deutlich die damalige mehr und mehr planwirtschaftlich anmutende EWG-Politik, insbesondere die gemeinsame Agrarpolitik als „schwerfällig, ineffizient und in krasser Weise kostspielig“ (“unwieldy, inefficient and grossly expensive”)“ und forderte entsprechende Reformen im marktwirtschaftlichen Sinne.

Nationalrat Reimann mit besten Verbindungen nach Großbritannien hatte übrigens noch kurz vor dem Brexit den Schwexit besiegeln lassen und gegen den Willen von Burkhalter und anderen Euro-Turbos durchgesetzt, daß die Schweiz das EU-Beitrittsgesuch nach nun 24 Jahren endlich zurückziehen muß.

Die Schweiz muß nun die Efta stärken. Hier wäre die goldene Stunde, Großbritannien einzubeziehen und das 4-Staaten-Bündnis als freie Alternative zur EU zu stärken.

Europäische Freihandelsvereinigung (Efta) anstatt Europäische Union (EU).

Remo Maßat

Laut dem deutschen Staatsfernsehen haben sich die bösen Buchmacher nun entlarvt.

Selbst nach mehrfachen Ansehen dürfte nicht klar-werden, welche Schuld sie trifft, was sie auf sich geladen haben sollen, daß sie sich entlarvt haben:

Brexit Tagesschau