Das wäre doch mal ein Fall für sogeannte Journalisten wie Jano Felice Pajarola (Südostschweiz-Redaktion), die so gerne über angeblich Anonymes schreiben (so anonym, daß sie zuvor über Tage gestreckt Schriftverkehr mit dem Urheber führen konnten).
Das wäre doch mal ein Fall für Journalisten, die herbeigeschriebene Anonymität im Internet bekämpfen wollen. Hier müßte man überhaupt nichts herbeischreiben. Man könnte sich an Tatsachen halten.
Ja, man könnte sich an die Wahrheit halten.
Und müßte hierzu nicht über eine winzige Mini-Internetzeitung, die erst ganz wenige Tage im Netz ist, schreiben nur um jemand mit Erfundenem (angeblich anonym) zu diffamieren und zu beschmutzen, sondern man könnte über das große Wikipedia mit einer riesigen Tragweite im Netz schreiben.
Man könnte sich hierbei sogar an „simpelste journalistische Prinzipien“ halten.
Ob die große Gelegenheit für den Qualitätsjournalismus genutzt wird? Die Wahrscheinlichkeit ist wohl eher gering, bei der Südostschweiz, deren Chefredaktor die Lügen des obgenannten duldet und sich nicht einmal in der Lage sieht, sich dazu zu äußern (außer telefonisch, welch ein Angebot…).
Doch zurück zu Wikipedia:
Auf seiner Webseite schreibt Michael Klonovsky – Autor des Kein & Aber-Verlags Zürich, Autor für den Focus (deutsches Nachrichtenmagazin) und für „eigentümlich frei“ und viele andere – darüber, wie er auf Wikipedia zum „neurechten Kettenhund“ wurde.

Mir ist etwa der Fall von Nationalrat Lukas Reimann bekannt, den ich eher dem liberalen / libertären Spektrum mit einer Nähe zur Piratenpartei und durchaus auch guten Kontakten auch zu Grünen und Roten zuordnen würde, als einem äußerem rechten Spektrum.
Jemand, der öffentlich dazu auffordert, daß man einer verfolgten Afrikanerin Asyl und Schutz gewähren sollte. Aber das hindert natürlich keine sauberen Journalisten daran, das Gegenteil zu schreiben. Ebensowenig wie etwa im Fall des ehemaligen Leiters des Bundesamtes für Migration, Alard du Bois-Reymond.
Und sogenannte Wikipedianer hindert es schon gar nicht.
Immerhin steht jetzt auf Wikipedia nicht mehr, daß Reimann fordert, auch nach Vergewaltigungen dürfe nicht abgetrieben werden. Diese Lüge stand über Jahre auf Wikipdia. Aber wenn man den Rest so liest…
Doch zurück zu Michael Klonovsky. Dieser schreibt (kursiv, gemäß Schweizblog.ch-Redaktionsrichtlinien bereinigt um Denglisch und die undemokratische RSR) in einem lesenswerten Artikel über das Treiben der Gesinnungs-Paparazzi im Denunziantenstadl Wikipedia.
Gibt Einblicke in die Fritösen der Linksextremistensüppchenkochklubs mit festangestellten Köchen und ihren anonymen Küchenhelfern der Wikipedia-Kombüse.
Diese, so Klonovsky, „werkeln unter Pseudonymen wie Fiona, San-Fran Farmer und Bürgerlicher Humanist“.
„Papa“, fragte mein Neunjähriger, „wenn dich jemand öffentlich ‚Hund‘ nennt, warum haust du dem nicht eine auf die Zwölf?“ Nein, ich erzählte nichts von Zivilgesellschaft und Duellverbot, sondern erklärte, daß ich diesen Menschen gar nicht kenne und daß er mir das nicht ins Gesicht gesagt habe, das würde der sich gar nicht trauen, sondern er habe es geschrieben, und das stünde nun in diesem Internet-Lexikon, das er, Sohn, ja aus der Schule kenne.
„Und warum schreibt der so was?“ Nun, das sei eben ein Maulheld, der über gewisse Dinge anderer Meinung sei als ich und das nicht eleganter formulieren könne. „Aber wieso steht so was in einem Lexikon?“ – Kinder stellen oft die richtigen Fragen.
Remo Maßat
Zusammenhängende Nazikeule-Verunglimpfungen
Bericht auf eifrei.de