Ein Tulpenbild begrüßt Privatpersonen beim Einstieg in den Börsenhandel.
Die Marketing- oder Webgestaltungsagentur der Migros-Bank besitzt also Humor.
Jeder, der schonmal mit Börsenhandel zu tun hatte, weiß, daß Tulpen bzw. Tulpenzwiebeln den ersten großen „Börsenkräsch“ ausgelöst hatten in der Weltgeschichte. Und es umfangreiche Totalverluste von ganzen Firmen-, Privat- und Familienvermögen gab.
Schon 1637 explodierte die erste große Spekulationsblase der Weltgeschichte.
Carolus Clusius, Präfekt des bekannten botanischen Gartens „Hortus Botanicus“ in Leiden, führte im Jahre 1593 die ersten der farbenprächtigen Gewächse nach Holland ein.
Die Mutter aller Spekulationsblasen
Die Tulpenkrise ging als erster großer und bisher unübertroffener Börsenkräsch der Neuzeit in die Geschichte ein.
Doch wie kam es dazu?
Die seltenen Tulpen galten als luxuriös, beim Adel und Bürgertum galten Tulpen als absolutes Muß.
Tulpenmanie / Tulpenwahn nimmt Fahrt auf
Der Zusammenbruch, das Platzen der Tulpenblase
Auf dem Höhepunkt der Tulpenblase stiegen die ersten Tulpen-Spekulanten wieder aus.
Plötzlich entstand eine massive Verkaufspanik.
Die Tulpenzwiebelpreise stürzten ins Bodenlose und die Tulpenblase platzte wie ein Ballon.
Im Jahre 1637 brach Hysterie am Tulpenmarkt aus und die Preise waren zusammengebrochen auf nahe null. Und mit dem Preiszusammenbruch brach die gesamte holländische Wirtschaft spektakulär zusammen.
Halb Holland war finanziell ruiniert, zehntausende verloren ihr gesamtes Hab und Gut, nur einige Spekulanten hatten ein Vermögen gemacht und sich bereichert.
Auch der weltbekannte holländische Maler Rembrandt (*1606 – † 1669) verlor mit der Tulpenspekulation sein gesamtes Vermögen.
Der folgende Börsenkräsch lähmte Hollands Wirtschaft jahrelang.
Löhne und Immobilienpreise brachen völlig zusammen.