
Erstaunlich, was die Gentechnik alles möglich macht.
Der sogenannte „Golden State Killer“ wird 40 Jahre nach seinen Taten als Greis gefaßt und verhaftet. Dem 72-jährigen Joseph James DeAngelo werden zahlreiche Morde und Vergewaltigungen und Einbrüche zur Last gelegt.
Gefaßt wurde er dank einer Gendatenbank.
Kriminelle können eben nicht den wissenschaftlichen Fortschritt in ihren Taten berücksichtigen und einplanen.
Wikipedia schreibt zum Fall:
Der entscheidende Fortschritt bei den Ermittlungen ereignete sich, als die Ermittler die öffentliche Genealogie-Datenbank GEDmatch durchsuchten. Mit diesen öffentlichen DNA-Datenbanken können Interessierte Informationen zu ihrer Abstammung erhalten, indem sie eine Probe einsenden.

Bei GEDmatch waren 900.000 DNA-Profile gespeichert. Hier fanden sich DNA-Profile, die dem des Täters in einigen Aspekten auffallend ähnelten, und damit möglicherweise von einem Verwandten stammten.
Später stellte sich heraus, daß diese Profile von Cousins dritten und vierten Grades des Hauptverdächtigen stammten. Der Hauptverdächtige hatte mit ihnen lediglich gemeinsame Ur-Ur-Ur-Großeltern, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelebt hatten.
Die mit dem Fall befassten fünf Polizeiermittler mussten über Monate hinweg einen ganzen Familienstammbaum mit Tausenden Verwandten bis in die Gegenwart durchforsten.[3][5] Diese Hypothese wurde weiter verfolgt und führte zum Mordverdächtigen, dem 72-jährigen Joseph James DeAngelo, dessen DNA-Profil 100 % mit dem des Täters übereinstimmte. [2]
DeAngelo war früher selbst als Polizist tätig und war wegen eines Ladendiebstahls 1979 aus dem Polizeidienst entlassen worden. Er wurde am 24. April 2018 festgenommen.