Wenn man gerade eine Beziehung mit einer Frau hinter sich hat, die absolut kulturresistent ist (wollte zu keiner einzigen interessanten Veranstaltung mitkommen), ist einem nach ein wenig Kultur und gerade stoße ich wieder auf ein interessantes hamburger Musikprojekt.
Die von mir so geliebte Stadt Hamburg (liegt aber leider in Deutschland, also als Unternehmer als Wohnort nicht toll; dt. Steuersystem, dt. Bürokratie-Terror usw. usf….) bringt doch immer wieder tolle Musikprojekte hervor. Gerade habe ich mir einige Lieder des 2006 entstandenen Projekts „Oberer Totpunkt“ angehört.
Typisch Hamburg. Solche Musik entsteht weder in Berlin und schon gar nicht in München oder Stuttgart.
Wer einmal durch die Hamburger Szene-Klubs gezogen ist, kann sich die Stimmung bei solchen Abenden gut vorstellen.
Bei der Musik von Oberer Totpunkt lenken elektronische Klangkollagen durch Kurzgeschichten. In den Geschichten von Bettina Bormann und Michael Krüger geht es um die Diskrepanz zwischen der äußeren und der inneren „Wirklichkeit“, um Liebe, die so verzehrend ist, daß sie keine Kompromisse mehr duldet.
Es geht um Furcht, um Maßlosigkeit und den Konsum von Menschen, um Sinnentleertheit und den Verlust von Idealen.
Das traumatische Geburtserlebnis und das Sterben, das Leben zwischen Sinnsuche, Isolation und Scheitern, der Tod, der sich nähert. Und eine Wiederauferstehung, die aus der Umwertung aller Werte resultiert, um das Unerträgliche erträglich zu machen.
Webpräsenz von Oberer Totpunkt. Weitere Musikprojekte
[…] Insofern ein Grund für mich, einmal auf DeutscheMusik.ch etwas einzufügen und hier wieder einmal einen kurzen Artikel über ein gegenwärtig (noch) unbekanntes Musikprojekt zu […]