Studien haben – dies ist inzwischen vielfach nachgewiesen – leider häufig die Resultate, die die jeweiligen Auftraggeber wünschen.
Aktuell ließen die EU-Fetischisten vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) eine Studie erstellen, in der die Autoren zu wahrhaft erstaunlichen Ergebnissen kommen.
Die zusätzliche Einwanderung von ausländischen Arbeitskräften führe angeblich zu keinem automatischen Lohndruck, denn Schweizer Arbeitskräfte seien „nicht perfekt zu ersetzen“?

Hä? Schweizer Arbeitskräfte „nicht perfekt“ zu ersetzen? Also woher haben denn dann die neuen Ausländer die Arbeitsplätze bekommen? Alles neue Arbeitsplätze, die die Ausländer eingenommen haben?
Am besten ist der Schlußsatz: „Die Zuwanderung nach der Einführung der Personenfreizügigkeit könnte deshalb dazu beigetragen haben, die Ungleichheit in der Verteilung der Löhne zu verringern.“
Jetzt wissen wir es also: Die Ungleichheit in der Verteilung der Löhne wurde verringert. Etwa durch Brady Dougan von der Credit Suisse? Oder welche Ausländer sind noch gemeint?
Auszug aus der Handelszeitung vom 31.05.2010:
In den 121 größten Unternehmen des Landes sind 44% der Geschäftsleitungsmitglieder Ausländer, nach 45% vor einem Jahr. Von den neu eingestellten Managern sind 53% Ausländer
Zur Studie heißt es:
Michael Gerfin und Boris Kaiser haben untersucht, wie sich die Immigration auf die Löhne auswirkt. Sie zeigen, daß gesteigerte Immigration auch kurzfristig nicht zwangsläufig zu grossem Lohndruck bei Einheimischen führen muß, weil einheimische Arbeitskräfte durch eingewanderte Personen nicht perfekt zu ersetzen sind. Im Zeitraum von 2002 bis 2008 dämpfte die Zuwanderung die Reallohnentwicklung von Schweizern um 0.5 Prozentpunkte, jene von Ausländern immerhin um 2.6 Prozentpunkten.
Die mehrheitlich hochqualifizierte Zuwanderung der letzten Jahre hat sich leicht positiv auf die Löhne der gering- und mittelqualifizierten Arbeitskräfte und deutlich dämpfend auf die Lohnentwicklung der hochqualifizierten Arbeitskräfte ausgewirkt.
Die Zuwanderung nach der Einführung der Personenfreizügigkeit könnte deshalb dazu beigetragen haben, die Ungleichheit in der Verteilung der Löhne zu verringern.