Ich bin seit 1998 in der Schweiz und war – außer bei einem Zeckenbiß vor zwei Jahren – noch nie beim Arzt außer bei Sachen die man selbst zahlen muß wie Zahnarzt.
Was sicherlich (weit) unterdurchschnittlich ist und vermutlich auch nicht gut. Ich neige aber nicht zu Arztbesuchen und wüßte auch einfach nicht, woher die Zeit dafür nehmen, zu solchen Terminen hinzufahren usw.
Doch dafür gibt es ja andere Ausländer in der Schweiz, welche umso fleißigere Arztgänger sind. Und die Frage, warum das so ist, erscheint berechtigt. Denn man muß ja nicht gleich ein Arztmeider sein wie ich, aber warum liegen bei bestimmten Ausländergruppen die Gesundheitskosten so ungesund hoch und weichen so exorbitant vom Durchschnitt ab?
Menschen, die aus Ländern kommen, in denen es nur eine ganz schlechte oder sogar gar keine Gesundheitsversrogung gibt, werden in der Schweiz zu fleißigen Arztgängern.
Nationalrat Lukas Reimann fordert, daß man der Sache auf den Grund gehen müsse, daß die Gesundheitskosten Asylsuchender exorbitant über dem Durchschnitt liegen.
Die Eidgenossenschaft verteilt in den Asylzentren sogar Broschüren “Der Zugang zur Gesundheitsversorgung für undokumentierte Migranten in der Schweiz”. Natürlich auch übersetzt und verständlich aufbereitet.

Akut- und Psychiatriespitäler, Ärzte, Zahnärzte und weitere Institutionen des Gesundheitswesens klagen zunehmend über stark steigende Fallzahlen von Asylanten, darunter auch viele Personen mit abgewiesenen Asylgesuchen und solche mit NEE, schreibt Nationalrat Lukas Reimann auf seinem Blog und weiter:
Ein Forschungsbericht “Gesundheitsversorgung und -kosten von Asylsuchenden in Basel” aus dem Jahr 2005 zuhanden des BfM erhob die Kosten und die Krankheitsfälle für die Jahre 2000 bis 2003 im Einzelnen.
Es geht um hohe Millionenbeträge alleine in einem einzelnen Kanton. Darin werden auch die betroffenen Krankenkassen zitiert, nach welchen die Gruppe der Asylsuchenden rund 40 Prozent höhere Kosten als der Durchschnitt gleichaltriger Versicherter verursache.
Reimann hateine Interpellation zur Fragestellung bzw. zu den Fragestellungen eingereicht:
1. Hat der Bundesrat Kenntnis über die heute effektiv durch Asylbewerber verursachten, gesamten, direkten und indirekten Gesundheitskosten? Wie hoch sind diese Kosten insgesamt pro Jahr und pro Asylbewerber?
2. Ist er nicht auch der Meinung, daß es wertvoll wäre, detailliert Kenntnis davon zu haben, wie viel das Asylwesen insgesamt und wie viel die medizinische Versorgung der Asylbewerber kostet?
3. Erachtet er die Produktion von Broschüren „Der Zugang zur Gesundheitsversorgung für undokumentierte Migranten in der Schweiz“ als sinnvoll? Wird dadurch der Zugang zu notwendigen medizinischen Behandlungen gesichert oder nicht eher die Nachfrage nach diversen Gesundheitsleistungen stimuliert?
4. Mit welchen Maßnahmen gedenkt er die steigenden Kosten im Gesundheitsbereich durch Asylsuchende zu senken oder mindestens zu stabilisieren?
5. Nach Artikel 3 KVG unterstehen abgewiesene Asylsuchende und Personen mit NEE der Krankenversicherung, solange sie sich in der Schweiz aufhalten, da sie im Sinne von Artikel 24 des Zivilgesetzbuches hier Wohnsitz haben. Ist dies noch für zeitgemäß? Wäre es nicht einfacher und kostengünstiger, für diese Personen die notwendigen medizinischen Leistungen direkt zu bezahlen, statt sie obligatorisch zu versichern und für sie den Krankenkassen die Prämien zu bezahlen?
6. Was unternimmt der Bundesrat dagegen, daß nicht psychische und psychosomatische Gründe vorgeschoben werden können, um entsprechende medizinische Leistungen zu beanspruchen und um den Ausschaffungsvollzug zu verhindern?
Beitrag: Remo Maßat