
Zu Gender-Schreibweisen (oder sollte man besser sagen „Schreib-Waisen“?) wie z. B. „Schüler*innen“, „Lehrer*innen“ usw. usf.:
Solche Schreibweisen, die kaum einer gerne liest (vor allen Dingen nicht gern vorliest…), beruhen auf dem Irrtum, zu denken, das sprachliche Geschlecht habe etwas mit dem sexuellen Geschlecht zu tun.
Daß dem nicht so ist, kann man an zahlreichen Beispielen sehen.
Etwa sagen Deutsche „die Mail“, Schweizer sprechen aber von „das Mail“.
Nach Gender-Sprachideologie wäre also nun das Mail in der Schweiz weiblich, in Deutschland ein Zwitter oder irgendwas dazwischen.
Dem ist natürlich nicht so.
Das Weibliche wird in der Sprache bevorzugt, keineswegs diskriminiert
Auch wird, einmal abgesehen davon, das Weibliche in der (deutschen) Sprache nicht diskriminiert, selbst wenn dem nicht so wäre, daß das sprachliche Geschlecht nichts mit dem sexuellen Geschlecht zu tun hat.
Ganz im Gegenteil.
Während ein Wort wie „Lehrer“ oder „Schüler“ sowohl weibliche und auch männliche Personen einschließt, kann man die weibliche Sprachform betonen, wenn man weibliche Personen hervorheben will.
Diesen Vorteil haben männliche Personen in der Sprache nicht.
Sie sind immer nur „mitgemeint“.
Wer also etwa betonen will, daß in einer Polizeihundestaffel bei einem Einsatz auch nebst männlichen Hunden auch weibliche Hunde aktiv waren, kann z. B. schreiben: Im Einsatz standen 7 Polizeihündinnen und -hunde.
Auffällig: Warum gibt es keine Polizeihündinnen? – „Die Teufelin steckt im Detail“
Wobei bei diesem Beispiel auffällt, daß in Polizeimeldungen immer nur von Polizistinnen und Polizisten die Rede ist, aber wenn Polizeihunde im Einsatz sind, nie von Polizeihündinnen und Polizeihunden.
Hier müßte man wohl einmal nachfragen bei den EmanzInnen und Emanzerichen.
Denn nach deren Sprach-Ideologie wird ja hier munter Weibliches diskriminiert.
Obwohl:
Könnte es sein, daß die Schreibweise „Polizeihündinnen und Polizeihunde“ und ähnlich-gelagerte „Schreib*Weisen“ wie die mit Gendersternchen hier deswegen nicht vorkommen, weil hier die Lächerlichkeiten solcher Schreibweisen dann doch gar etwas zu offensichtlich werden?
Oder um es mit Arthur Brühlmeier zu sagen; die Teuflin steckt im Detail.
http://www.bruehlmeier.info/sprachfeminismus.htm
Auch auffällig: Warum gibt es keine „Täterinnen und Täter“, keine „Täter*innen“, keine „TäterInnen“ usw. usf.?
Auch auffällig ist übrigens, daß bei Wörtern wie zum Beispiel „Täter“ die Genderschreibweise TäterInnen oder Täter*innen oder sowas wie „Täterinnen und Täter“ nicht oder fast nicht vorkommt. Zum Beispiel in Kriminalstatistiken oder Polizeimeldungen etc.
Frauen sind offenbar heilig und können gar nicht kriminell werden.
Apropos
Zum Thema Sprache im Übrigen lesenwert: Tucholskys „Sprache ist eine Waffe“.
Im Buchhandel erhältlich oder für Leute, die die Umwelt schonen wollen auch in Antiquariaten.
Remo Maßat