Nach der erneuten massiven Fahrpreiserhöhung für Bahnfahrer (GA-Preis stieg von 285 auf 315 SFr.!) nun abstruse Forderungen von EconomieSuisse. Der Wirtschaftsverband schreibt, daß die Nutzer“nach wie vor zuwenig zahlen. Im Wortlaut (fett, kursiv):

Die jährlichen Abgeltungen und Investitionsbeiträge von Seiten des Bundes für die SBB-Infrastruktur sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen – von 1,5 Milliarden im Jahre 2010 auf über 1,7 Milliarden Franken für 2011 und 2012.

 

Weitere Attacke gegen Bahnfahrer - Gerold Bührer von EconomieSuisse: Er gehört wohl zu den Leuten, die lieber mit Flugzeug, Hubschrauber und Privatschofför unterwegs sind.
Weitere Attacke gegen Bahnfahrer – Gerold Bührer von EconomieSuisse: Er gehört wohl zu den Leuten, die lieber mit Flugzeug, Hubschrauber und Privatschofför unterwegs sind.

Zu begrüßen ist, daß nun ein Teil der verfügbaren Mittel durch Trassenpreiserhöhungen erzielt wird.

Die Division Personenverkehr der SBB muß einen höheren Anteil ihrer Erlöse im Fernverkehr an die Division Infrastruktur abtreten; im Regionalverkehr geht dieser jedoch zurück.

Nach wie vor bezahlen die Nutzer deutlich zu wenig.

Gemäss Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr LITRA decken die Trassenpreiserlöse weniger als 25% der Betriebs- und Unterhaltskosten des Schienennetzes.

Also den öffentlichen Verkehr, welcher in der Schweiz vorbildlich ist, noch weiter abwürgen anstatt ihn zu fördern?

Das kann kaum der Ernst vom Wirtschaftsverband der global tätigen Großunternehmen (nicht der KMU!), EconomieSuisse, sein.