Remo Maßat
In der ganzen EU-Elite betonen seit Wochen und Monaten alle im Zusammenhang mit der Zuwanderungsinitiativ (Masseneinwanderungsinitiative):
Wieviele Vorteile, die (unkontrollierte) Einwanderung hat. Doch gleichzeitig drohten und drohen sie unverholen. Warum nur?
Bei so vielen Vorteilen müßten doch alle EU-Politiker sich nun freuen. Wenn weniger Leute in die Schweiz einreisen können, dann haben die anderen EU-Länder mehr von diesen Einreise-Vorteilen.
Ungeachtet dessen, daß der Autor dieser Zeilen in der Schweiz seit 1998 als Ausländer bereits über zwei dutzend Arbeitsplätze geschaffen hat und selbst der Meinung ist, daß Einwanderung (selbstverständlich) nicht nur Nach- sondern auf Vorteile hat, zeigt dies die Perversität der Argumentation der EU-Eliten auf.
Wenn Einwanderung nur Vorteile brächte, müßten sich alle EU-Länder doch freuen, wenn sie nun mehr von dieser Einwanderung genießen dürfen.
Warum also danken nicht die EU-Politiker der Schweiz?
Zumindest ein Teil dessen an Einwanderung, welche in drei Jahren (solange hat der Bundesrat nämlich Zeit, den Volkswillen umzusetzen) dann weniger in die Schweiz fließt, in deren Genuß dürften ja dann die anderen Schengen-Länder kommen. Die im Übrigen selbst bereits Beschränkungen einführen, man schaue nur nach Frankreich oder Großbritannien.
Weil es eben nicht ganz so einfach ist. Das zeigen etwa Kriminalitätsstatistiken. Am skurrilsten war jüngst eine Statistik nach der Schweizer doppelt so kriminell wie eingewanderte Deutsche seien.
Natürlich wurde in der Statistik nicht erwähnt, daß es damit zusammenhängt, daß die Schweiz am meisten einbürgert von allen EU-Ländern und unter den neuen „Schweizern“ also der Anteil solcher Schweizer mit Migrationshintergrund dafür sorgte, daß solche skurrilen Statistiken zustandekommen.
Und auch in anderen Punkten, nicht nur der Kriminalität ist es nicht so einfach. Zum Beispiel bei der Einwanderung in die Sozialwerke, mit der auch Deutschland, Frankreich, Großbritannien und andere Länder ein Problem haben.
Natürlich darf man darüber nicht vergessen, daß es unter den Einwanderern auch so nette Leute wie den Autor dieser Zeilen gibt, der allein mit Schlagwort AG einen fünfstelligen Betrag an Steuern und Gebühren in die Staatskassen der Schweiz einbezahlt hat bzw. einbezahlen mußte, andere Firmen gar nicht erwähnt (SWAG etc.)
Aber dennoch gibt es eben auch andere Beispiele und Leute, die nicht soviel Steuern und Abgaben zahlen. Und enorme Aufwendungen bei Integration verursachen, namentlich bei manchen (nicht allen!) Menschen aus fremderen Kulturkreisen als es der westeuropäische ist.
Zudem: Die gemäßigte SVP-Zuwanderungsinitiative dürfte demnächst aus Kreisen der Mitte (CVP) und der Linken (Grüne) rechts überholt werden. Diese fordert nämlich keine gemäßigte Steuerung der Zuwanderung, sondern eine wesentlich stärkere Drosselung. Keine Zuwanderung mehr über 0,2 Prozent der Wohnbevölkerung.