Peter Wanner, Verleger der AZ-Medien, kauft TeleZüri und TeleBärn. Alle Mitarbeiter werden zwar übernommen, jedoch wird ihnen eine Arbeitsplatzgarantie nur bis Ende Juni 2012 gegeben. Der Verkaufspreis für TeleBärn und TeleZüri wird geheimgehalten.

Pietro Supino, Verwaltungsratspräsident von Tamedia schwafelt anläßlich des Verkaufs von TeleZüri und TeleBärn von "journalistischer Qualität". Tamedia täte gut daran, einmal selbst auf journalistische Qualität zu achten.
Pietro Supino, Verwaltungsratspräsident von Tamedia schwafelt anläßlich des Verkaufs von TeleZüri und TeleBärn von "journalistischer Qualität". Tamedia täte gut daran, einmal selbst auf journalistische Qualität zu achten. (Bildschirmfotoausriß: AZ)

In der Aargauer Zeitung ist nun anläßlich des Verkaufs von TeleZüri und TeleBärn ein Kurzgespräch mit dem äußerst umstrittenen Tamedia-Verwaltungsrats-Präsidenten Pietro Supino erschienen.

Interessant ist die wohl nicht ganz ernst-zu-nehmende Äußerung Supinos, warum Tamedia sich für einen Verkauf an die „AZ-Medien“ entschieden hat.

Im Gespräch wird er gefragt: „Herr Supino, wieso verkauft Tamedia TeleZüri und TeleBärn an die AZ Medien von Peter Wanner?“ und antwortet doch glatt:

„Die AZ-Medien mit Verleger Peter Wanner und CEO Christoph Bauer sind ein alteingesessenes, traditionsreiches Medienunternehmen mit bestem Ruf und einer liberalen Grundhaltung, bei dem die publizistische Qualität im Vordergrund steht.

Tamedia und „publizistische Qualität„. Selten so gelacht.

Wer offenbar unseriös arbeitende Redaktoren wie Christian Bütikofer beschäftigt (Tamedia-Flaggschiff Tagesanzeiger), sollte nicht öffentlich das Wort Qualität im Zusammenhang mit Journalismus in den Mund nehmen.

Vor allen Dingen nicht, wenn er u. a. ausweislich des Handelsregisters nachweislich falsche, bösartige und ehrverletzende Lügen über Menschen weiterhin im Internet stehen läßt.

Doch politisch motivierte Hetze scheint wohl mit den Redaktionsstuben der Tamedia so eng verbunden, wie Pech und Schwefel zusammenkleben, siehe etwa auch hier oder hier. Eine sachliche und wahrheitsgemäße Berichterstattung und ein Journalismus, welcher das Prädikat „seriös“ verdient, bleibt so auf der Strecke.