
Von Remo Maßat
Ich habe auch schon genug erlebt, wie angebliche „Journalisten“ perfide Gestapo- oder Stasi-Methoden anwenden, durch Lügen Menschenleben zu zerstören versuchen, z. B. Christian Bütikofer (vom TagesAnzeiger bzw. heute Handelszeitung, ebenfalls Tamedia), der über mich auf Seite 2 groß geschrieben hat, ich hätte einen Konkurs gemacht auf den Bahamas (eine reine und zutiefst bösartige Lüge, ich kenne dieses Land nicht, war noch nie da und habe vor allen Dingen noch nie eine Firma besessen, die dort ansäßig ist oder sonst irgendwelche Beziehungen zu diesem Land)
Luxus-Boutique-Inhaberin Trudie Götz kommt nicht zur Ruhe. Und ihre (ausländische) und angeblich rassistische Verkäuferin schon gar nicht.
Als ob es nicht schon genug IdiotInnen in der ganzen Sache gäbe:
Der britische «Guardian» brachte einen neuen Aspekt in die Oprah-Täschligate-Affäre ein, berichtet die Boulevard-Zeitung 20 Minuten.
Nachdem man sich bereits über angeblichen Rassismus, überteuerte Krokodil-Leder-Handtaschen und Tierquälerei (Oprah Winfrey wurde von Peta zur Person des Jahres ernannt und interessiert sich für Kroko-Taschen…) empört hatte, wird nun der Verkäuferin auch noch vorgeworfen, etwas gegen Übergewichtige zu haben. So die Theorie einer offensichtlich selbst stark übergewichtigen Kommentatorin im Guardian (sprich Gardiähn)
Die ausländische (!) Verkäuferin ist also nicht nur rassistisch, sondern hat auch etwas gegen Übergewichtige.
Keiner der geifernden Journalisten macht sich die Mühe, einmal die Verkäuferin zu Wort kommen zu lassen. Bzw. nur in Nebenspalten und nur, nachdem zuerst einmal ein Mensch niedergewalzt wurde als angeblicher Rassist. Doch die Jennifer-Aniston-Tasche, die Oprah Winfrey laut eigenem Bekunden wegen dem teuren Preis eh nicht gekauft hätte, bzw. der Umgang mit dem Rassimusvorwurf wirft mehr Fragen auf.
In was für einer Welt leben wir eigentlich? Daß man mit so Vorwürfen, man sei angeblich rassistisch oder angeblich nicht nett genug als Übergewichtiger behandelt worden – und sowas reicht, um eine Existenz zu ruinieren, einen Menschen zu terrorisieren?
Reicht es heutzutage, einfach mal kurz die Rassimuskeule zu schwingen, wenn man ein Ego-Problem hat und darf man so einen Menschen einfach fertigmachen, nur, weil man sich schlecht bedient fühlte bzw. weil man nicht erkannt wurde und sich daher schlecht (im Ego) bedient fühlte?

Und mehr noch? Ist es legitim, wenn sogenannte Journalisten aus aller Welt bzw. aus der westlichen Gutmenschen-Welt (in Rußland, oder anderen Ländern gab es keine scheinheilige Rassismus-Empörung gegen die Schweiz) ein ganzes Land als rassistisch brandmarken, bloß weil sich eine US-Prominente schwarzer Hautfarbe ein offensichtliches Ego-Problem hat? (Oprah Winfrey fühlte sich auch schon in New York und in Paris beim Täschli-Kaufen ebenfalls diskriminiert, davon schreibt kein „Journalist“ (außer die Weltwoche-Journalisten).
Auch, daß sie sich offen darüber beschwerte, daß sie in Zürich nicht erkannt wurde, obwohl sie im „full Oprah Winfrey gear“ aufgetreten war, ist natürlich für jeden Journalisten unwichtig (wieder: außer Weltwoche).
Die von der schwarzen US-Talkmasterin Oprah Winfrey (59) öffentlich des Rassismus beschuldigte Boutique-Verkäuferin wehrt sich entschieden gegen die Vorwürfe. Die Behauptung, dass sie Winfrey eine 35.000 Franken teure Handtasche nicht zeigen wollte und gesagt habe, sie sei zu teuer für sie, sei „absurd“ und „unwahr“, so die Frau im Blick.
„Ich kann seit Tagen nicht mehr schlafen. Ich fühle mich wie in der Mitte eines Wirbelsturms. Total machtlos, auch ausgeliefert. Es ist Horror, was da passiert“, sagte sie. Und weiter: „Ich weiß bis heute nicht, was ich falsch gemacht haben könnte.“ Die Kunden im Geschäft kämen aus aller Welt, sie habe noch nie Probleme gehabt.
Es geht immer mehr um „Rassismus“ gegen Übergewichtige
Doch der Fall Täschligate nimmt immer mehr eine weiter erstaunliche Trendwende. Der Sonntag nimmt die These, daß es nicht um Rassismus, sondern um Übergewicht gegangen sei, erneut auf. (kursiv, unten) Wobei man sich fragt, was Übergewicht und eine Tasche aus Krokoleder gemeinsam haben. Der Sonntag schreibt:
Eine Verkäuferin im Geschäft an der Storchengasse 23 nahm kein Blatt vor den Mund und lästerte vor allen Leuten in der Boutique gegen Oprah Winfrey: «An jenem Tag, als Oprah bei meiner Kollegin angeblich die Tom-Ford-Tasche nicht sehen durfte, war sie auch bei uns im Laden und hat sich hier umgesehen. Ich habe sie sofort erkannt», erzählte die «Trois Pommes»-Verkäuferin auf die Frage, ob sie auch etwas vom Taschen-Knatsch mitbekommen habe. Sie fände es sehr fies von der US-Milliardärin, wie sie ihre Verkäufer-Kollegin Rassismus vorwerfe, denn das sei eine junge und ganz liebe Mitarbeiterin. Und dann holte die Verkäuferin, die beim Trudie-Götz-Geschäft in Zürich Expertin für Luxuslabels wie Jil Sander oder Celine ist, zum verbalen Seitenhieb gegen Winfrey aus: «Aber hier hätte sie sich eh nichts kaufen können, denn für diese Kleider ist Oprah Winfrey viel zu dick – ihre Größen führen wir gar nicht!» Damit sind Größen ab 42 gemeint.
Oprah Winfrey kämpft seit vielen Jahren gegen ihr starkes Übergewicht: «Ich fühlte mich wie eine fette Kuh», schrieb Winfrey vor vier Jahren offen im Editorial ihres Magazins «O» an ihre Leser. «Ich war wütend auf mich, denn ich hatte mich gehenlassen.»
Oprah Winfrey bedauert offenbar ihren Rassismus-Vorwurf. Nur: Es gibt hierbei ein ganz winziges Makel: Die Journalisten, die schon von Anfang an keine journalistischen Grundprinzipien anwandten und nicht hinterfrugen, die schweigen jetzt mit wenigen Ausnahmen eisern.
Hier eines der wenigen positiven Beispiel an Nicht-Schweigen:

