Medienvielfalt beeinflußt auch die Qualität der Berichterstattung.

Reto Gurtner: Wurde in der Südostschweiz-Olympia-Beilage vom Olympia-Kritiker zum glühenden Olympia-Befürworter gemacht. (Bild: Weiße Arena-Gruppe)
Reto Gurtner: Wurde in der Südostschweiz-Olympia-Beilage vom Olympia-Kritiker zum glühenden Olympia-Befürworter gemacht. (Bild: Weiße Arena-Gruppe)

Dies ist eindrücklich in Graubünden zu beobachten, wo die Südostschweiz-Mediengruppe von Hanspeter Lebrument das Quasi-Monopol innehat.

Immer wieder gibt es erschreckende Beispiele von fehlender journalistischer Qualität. Oft werden simpelste journalistische Grundregeln nicht beachtet.

Und im Medium des offen für Olympia 2022 werbenden Verlegers Hanspeter-Lebrument werden Olympia-Kritiker wie Reto Gurtner plötzlich zu Befürwortern. Und zwar solchen (angeblichen) Befürwortern, die soger in einer Olympia-Beilage der Südostschweiz öffentlich dazu aufrufen, bei der Olympia-Abstimmung am 3. März 2013 Ja zu stimmen.

Einzig das Problem:

Sie wissen weder etwas davon, daß sie ihre Meinung völlig geändert haben und plötzlich das Gegenteil dessen gut finden, was sie im Südostschweiz-Interview davor noch äußerten.

Und sie wissen schon gar nicht, daß Sie öffentlich dazu aufrufen, Ja zu stimmen.

Daß der Macher eines solchen Mediums, Hanspeter Lebrument, zugleich schweizerischer Verlegerpräsident ist, wirft Fragen auf nach Ethik und Fairneß im Journalismus der Schweiz.

Es scheint sich nicht nur um Einzelfälle zu handeln, in denen offenbar politisch motiviert Lügen verbreitet werden.

Gerade aber ein Medium, das – wie die Südostschweiz – in einem großen Gebiet bzw. großen Gebieten das Zeitungsmonopol innehat, sollte sich wenigstens einer grundlegenden journalistischen Verantwortung bewußt sein und diese auch tragen.

Doch bei der Südostschweiz ist es Tatsache, daß selbst der Chefredaktor David Sieber, welcher in der Vergangenheit auch öffentlich erklärte, links zu stehen, nachweislich falsche „Berichte“ nicht korrigiert. Auch, dann, wenn er drauf hingewiesen wird und sie nachweislich den Tatsachen widersprechen.

Einzig der Rechtsweg scheint Möglichkeit zu geben, sich gegen Journalistenlügen dieser Art zu wehren.

Wer also soetwas wie Ausgewogenheit in der Berichterstattung erwartet, hat weit gefehlt. Aber nicht einmal Anstand und sachliche Fairneß wird gewährt:

Wer auffordert, nachweisliche Lügen zu korrigieren, beißt bei der Südostschweiz auf Granit.

Bericht dazu