
Die umstrittenen Corona-Maßnahmen in Form einer Art Massenquarantäne („lockdown“) mit Schließung von Geschäften und Veranstaltungen hatte auch auf die Schüler des Schuljahres 2020 große Auswirkungen.
Seit dem 16. März waren die gesamten Schulen der Schweiz geschlossen worden obwohl die Personengruppe der jungen Schüler gar nicht betroffen war. Es fand kein Präsenzunterricht mehr statt.
Erst Anfang Mai 2020 startete der Unterricht wieder in Intervallen, die größten Unterrichtslücken waren überbrückt. Teilweise begann die Schule erst mit Halbklassenunterricht, dann gab es wieder richtige Schulklassen.
Es klafft eine Lücke. Eine Bildungslücke bzw. Ausbildungslücke.
Selbst Lehrer überfordert
Gemäß Medienberichten und anderen Berichten fühlten sich mit der Situation auch viele Lehrer überfordert, von den Eltern ganz zu schweigen.
Manche Schüler sind mit den Corona-Zwangsmaßnahmen den Berichten nach ganz gut zurechtgekommen. Andere hingegen nicht.
Einige freuten sich, daß sie ihre Zeit freier einteilen konnten und genossen die Heimschulungen („homeschoolings“).

Andere hingegen hatten Mühe, ihre Zeit strukturiert einzuteilen, sich zusammenzureißen und ohne soziale Kontakte physischer Art auf rein digitale Art und Weise, zu lernen.
Gerade die disziplinierten Auswendig-Lerner, also die fleißigen, aber wenig kreativen Schüler hatten hier klare Vorteile. Diejenigen Schüler, die hingegen Kommunikation von Mensch zu Mensch brauchten (ja, der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht sowas mehr oder weniger), blieben hingegen auf der Strecke.
Es ist wohl eine Situation ähnlich einem Fernstudium.
Einige (die Auswendiglerner) kommen prima mit sowas zurecht. Andere haben daran überhaupt gar keine Freude, vermissen den persönlichen Kontakt an einer Universität, den Austausch von Mensch zu Mensch.
Wer diesen Austausch braucht, sich mit anderen zu ergänzen und nicht wie eine Maschine auswendig lernen und speichern kann, der hat als Schüler in der Covid19-Zwangssituation genauso Probleme, sich zu motivieren wie ein Student einer Fernuniversität der zwar intelligent ist aber der dann merkt, das alleine-lernen das ist nix für ihn.
Ist es nun vorbei?
Man fragt sich, wann der Spuk endet und wann er vorbei ist.
Aber es werden schon neue Geschütze aufgefahren. In manchen Kantonen ist zu Schulbeginn eine Maskenpflicht eingeführt worden. Teilweise nur während den Pausen, aber teilweise auch während dem Unterricht.

Während manche Schüler damit sehr gut zurechtkommen dürfte es andere geben, die in die Gruppe derer Personen gehören, die gegenwärtig den öffentlichen Verkehr (Bus, Bahn, Seilbahn, Schiffe) in der Schweiz meiden weil sie mit der angeordneten Maskenpflicht im ÖV schlecht klarkommen.
Fazit
Selbst, wenn dieses Jahr großzügig benotet wird und ein Auge (oder beide) bei den Schulnoten zugedrückt wird, so daß selbst Schüler mit eigentlich schlechten Noten keine solchen bekommen haben dürften, so sind die Probleme damit nicht vom Tisch.
Denn das nächste Schuljahr kommt bestimmt bzw. beginnt ja gerade.
Und erst dort wird sich zeigen, wie groß die Lücken wirklich sind.
Bekanntermaßen bauen ja die Lehrplan-Inhalte aufeinander auf. Und gibt es Lücken, so fehlen diese Bausteine. Und machen alles, was darauf fußt, unsicher, ähnlich einer Baulücke in einer Hauswand. Hier ist allerdings der Statiker zuständig und eine Baufirma. Bei Schul-Lücken müssen Eltern und Lehrer die Lücken schließen und auffüllen.
Oder Nachhilfe muß gebucht werden um das Versäumte gut aufzuholen.

Vorteile Nachhilfe
Nachhilfe kann Sinn machen, um die Unterrichtsausfälle auszugleichen.
Und Nachhilfe hat den weiteren Vorteil, auch die Eltern zu entlasten. Und nebenbei auch die Lehrer, welche die Schüler unterrichten müssen.
Zudem findet Nachhilfe auch in kleineren Gruppen statt als es die Größe einer Schulklasse ist. Das heißt, hier kann individueller auf Probleme, Fragen und Wissenslücken bzw. Verständnisprobleme / Lernprobleme eingegangen werden.
Oftmals mögen Schüler Fächer auch nicht, weil einfach der Lehrer schlecht ist und Sachen nicht verständlich erklärt. Oder einfach keine Harmonie da-ist, keine Sympathie, was vorkommen kann und menschlich ist, denn Menschen sind unterschiedlich und nicht alle harmonisieren gleichermaßen. Durch Nachhilfe kommt eine Drittperson ins Spiel, die allenfalls besser erklären kann und / oder besser harmoniert.
Auch die Motivationslage ist natürlich anders. Ein staatsangestellter Lehrer kann sich abgehoben benehmen, muß nicht auf Schüler eingehen, die er nicht mag. Ein privater Anbieter wird sich hier immer anders / besser bemühen.
Nachhilfe wird übrigens von jedem fünften Schüler beansprucht gemäß aktuellen Schätzungen.
Durch die aktuelle Situation im Schuljahr 2020/2021 dürfte die Nachfrage nach Nachhilfeunterricht steigen.
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