
Wieder einmal Zugverspätungen am laufenden Band. Für den Streß und die verlorene Zeit wird man nicht einmal entschädigt. Dafür setzt es Bußen selbst ein einer Sekunde (!) zu spätem Lösen eines digitalen Billetts.
Drama 1. Akt
11.20 Uhr am Bahnhof Ems. Zuerst hatte der Zug von Ems, wo ich die Tageskarten kaufte, reguläre Abfahrt wäre 11.25 Uhr gewesen, über 10 Minuten Verspätung laut Anzeige auf der Tafel am Gleis.
Normal wäre Ankunft in Chur um 11.31 Uhr gewesen, aber so war natürlich der Zug nach Zürich mit Abfahrt 12.38 Uhr unerreichbar.

Drama 2. Akt
Also rasch zum Busbahnhof gerannt, dort zeigte es einen Bus um 11.26 Uhr nach Chur an, aber auch der mit über 5 Minuten Verspätung aus denen schließlich sogar 7 oder mehr wurden.
So konnte man also vergessen, mit diesem Bus den Zug nach Zürich doch noch zu bekommen.
Also Schnellzug nach Zürich um 11:38 Uhr verpaßt.
Drama 3. Akt
Also warten auf dem nächsten Zug nach Zürich, der um 12.08 Uhr abfährt.
Dort steht beim Ankommen am Gleis bereits dran „ca. 3 Minuten Verspätung“.
Aus diesen 3 Minuten wurden 10 Minuten, dann 20 Minuten, dann eine halbe Stunde. Und immer wieder Durchsagen vom Zugpersonal, gleich würde der Zug fahren (die Türstörung sei behoben, nun fahre man in wenigen Minuten ab).
Drama 4. Akt
Dann schließlich die Durchsage, alle müßten aussteigen, der Zug falle wegen einer technischen Störung aus. Dies um 12.33 Uhr. Man solle nun den Zug um 12.38 Uhr nehmen. Fahrgäste stöhnten, viele auch mit Gepäck oder Velos. Ich packte schnell mein Essen zusammen, klappte Läpptopp zu, stecke Natel aus und Laptop-Kabel und die Milch ein und nahm Rucksack und Läpptopp-Tasche und rannte zum Gleis auf dem der Zug abfuhr, den man nun nehmen sollte.
Fazit: 1 massive Zugverspätung, 1 massive Bus-Verspätung, 1 vollständiger Zugausfall
Aber die SBB büßen wegen einer Sekunde, die man ein Billett zu spät löst, wenn mal das Internet nicht geht oder man auf den Zug rennen muß oder die Äpp nicht funktioniert oder warum auch immer.
(rm)