Nationalrätin Andrea Geißbühler (SVP) hat anläßlich der 90. Delegiertenversammlung des VSPB eine Rede gehalten, die auf Polizeibericht.ch veröffentlicht wurde.
Die Rede ist auch deshalb ein Unikat, weil Parlamentarierin Geißbühler von Beruf Polizistin ist (seit der Wahl in den Nationalrat 50%-Pesum) und daher „jemand spricht, der auch wirklich weiß, wovon er spricht“.
Nationalrätin Andrea Geißbühler ist zudem auch Mitglied der „Parlamentarischen Gruppe für Polizei und Sicherheitsfragen“.

Sehr geehrter Herr Präsident,
sehr geehrte Delegierte,
liebe Gäste!
Ich habe festgestellt, daß das Thema Sicherheit im Parlament ein Diskussionsthema ist. Aber dies beschränkt sich meist auf das Militär.
Doch Sicherheit ist eben nicht nur das Militär, sondern auch die Polizei und andere Sicherheitsorgane.
Es ist daher sehr wichtig, daß wir nun eine Parlamentarische Gruppe für „Polizei- und Sicherheitsfragen“ gründen konnten.
Wir wollen nun die Parlamentarier und die Medien auf die Polizeiarbeit und deren Probleme sensibilisieren. Die meisten Leute haben nämlich keine Ahnung, was auf der Straße so passiert.
Die Kriminalität in der Schweiz wächst kontinuierlich, die Gewalttaten nehmen zu, dies betrifft auch die Gewalt gegen die Polizei. Dies ist nicht nur eine subjektive Feststellung der Bevölkerung und einiger Politiker, sondern läßt sich mit den Zahlen des Bundesamtes für Statistik beweisen.
Im Jahr 2009 wurden in der Schweiz 676’309 Straftaten registriert.
Fast 50% der Straftaten werden von Ausländern begangen – und dies bei einem Ausländeranteil von 22%. (Anm. d. Red.: Straftaten von eingebürgerten Ausländern werden in dieser BfS-Statistik den Inländern zugerechnet) Davor darf man nicht die Augen verschließen!
Immer öfter werden auch Jugendliche straffällig. Beim großen Unterbestand von Polizeikräften, welche auf der „Straße“ arbeiten, kommen immer mehr Aufgaben hinzu, welche kaum mehr zu bewältigen sind.
Die Überzeiten häufen sich, und es bleibt bei der unregelmäßigen Arbeitszeit kaum noch Zeit für Familie, Freunde und Hobbys. Bei Demos und „matchs“ muß man sich als Polizist oft verstecken, um nicht zu „provozieren“, und es werden Sachbeschädigungen, Sprühereien, Vermummte etc. in Kauf genommen – und dies unter dem Vorwand der „Deeskalationsstrategie“!
Die Bevölkerung wie auch die Polizeikräfte verstehen diese Taktik nicht, denn eine Straftat ist und bleibt eine Straftat und muß bestraft werden.