Per 1. April 2012 hat die Post ihre Preise massiv erhöht. Das Hinterlegen einer Vollmacht zum Beispiel war bisher gratis, neu zahlen die Kunden dafür jedes Jahr 24 Franken. Die Preiserhöhungen sorgen bei den Postkunden für Unverständnis und Empörung. Die Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen (SKS, FRC, acsi) fordert von der Post die umstrittensten Tariferhöhungen rückgängig zu machen.
Die Tariferhöhungen der Post, insbesondere bei den Vollmachten, Nachsendeaufträgen und Adreßänderungen haben bei den Konsumentenschutz-Organisationen (SKS, FRC, acsi) eine Flut von erbosten E-Mails, Briefen und Anrufen ausgelöst.

Vom neuen Tarifregime der Post besonders betroffen sind ältere Personen und die Bewohner von Randregionen.
Die Preiserhöhungen der Post sind massiv: Ein Nachsendeauftrag kostet am Schalter neu 42 Franken (per Internet 30 Franken), vorher waren es lediglich 15 Franken: Damit hat sich der Preis auf einen Schlag verdoppelt, bzw. verdreifacht. Bei den Vollmachten stößt den Postkunden sauer auf, daß die neue Gebühr nicht einmalig ist, sondern jedes Jahr 24 Franken kostet, auch wenn die Vollmacht nicht geändert wird.
Das Vorgehen der Post ist aber auch aus anderen Gründen wenig konsumentenfreundlich:
– Die Poststrategie zielt darauf ab, ihr Angebot in kleine Dienstleistungseinheiten aufzusplitten und bei denen, die isoliert betrachtet, nicht kostendeckend sind, die Preise zu erhöhen. Preissenkungen bei profitablen Dienstleistungen bleiben allerdings aus.
– Es ist nicht nachvollziehbar, daß eine Vollmacht für Privatkunden gleich teuer ist wie für Geschäftskunden, obwohl die Privatkunden diese weitaus weniger oft nutzen.
– Die Post führt bei gewissen Dienstleistungen Zuschläge für die Bedienung am Schalter ein. Diese Diskriminierung von Schalterkunden widerspricht dem „Service Public“-Gedanken.
Die Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen hat deshalb die Post schriftlich aufgefordert, ihre Preiserhöhungen bei den Vollmachten, Nachsendeaufträgen und Adreßänderungen rückgängig zu machen oder zumindest zu reduzieren. Aus diesem Anlaß wird nächste Woche eine Aussprache zwischen den Vertretern der Allianz und dem stellvertretenden Post-Konzernleiter Ulrich Hurni stattfinden.
[…] Debattiert wurde u. a. die rege Bautätigkeit im vergangenen Jahr und es wurde informiert über die Jugendarbeit, die Waldwirtschaft sowie die neue Spitalfinanzierung. Auch in Sils i. D. baut die Schweizerische Post massiv ab: Trotz ständigen Preiserhöhungen und exorbitanten Gewinnen immer weniger Leistung. Foto: Schweiz-Blog.ch […]