Ständig tönt es doch aus allen Emanzen- und Gleichstellungsecken, daß Väter sich doch mehr um ihre Kinder kümmern sollten.

Komisch nur: Für Väter bzw. einen Vaterschaftsurlaub paralell zum Mutterschaftsurlaub gibt es trotz aller angeblichen Gleichstellung keinerlei Anspruch. Männer werden hier offen diskriminiert. Väterorganisationen fordern dabei schon seit Jahren Gleichberechtigung.
Offene Diskriminierung: Männer werden bewußt ausgeschlossen – und gleichzeitig macht man ihnen genüßlich Vorhaltungen
Der Vaterschaftsurlaub in der Schweiz ist nicht gesetzlich verankert. Es gibt keinen Anspruch auf Vaterschaftsgeld, wie den gesetzlich verankerten Anspruch auf Mutterschaftsgeld.
Gerade einmal ein Tag bezahlter Urlaub ist in Schweizer Unternehmen – auf freiwilliger Basis – üblich. Anspruch auf bezahlten Vaterschaftsurlaub besteht hingegen aktuellen Gesetzeslage nicht.
Das hindert aber keineswegs Frauen aus einem bestimmten weltanschaulichen Milieu, den Männern ständig Vorhaltungen zu machen, sie würden sich ja angeblich viel zu wenig für die Kinder interessieren. Was von diesen Vorhaltunten zu halten ist, dazu mehr weiter unten…
Heuchlerische Doppelzüngigkeit
Die Frauen werden hier – einmal mehr – handfest bevorteilt, was breite Kreise der Emanzipationsindustrie natülich nicht hindert, auf die Männer einzudreschen und ihnen vorzuhalten, wie schlecht sie doch sein.
Obwohl es doch immer heißt, das Mann solle sich mehr um die Kinder kümmern, gibt es hier keine Gleichberechtigung. Und obwohl es immer heißt, der Mann solle mehr Teilhabe führen am Aufwachsen der Kinder.
Komisch, daß die gleichen eifrigen Stimmen, die ständig Gleichstellung fordern und ständig den Männern öffentlich vorwerfen, daß sie sich mehr um ihre Kinder kümmern sollten, hier nicht genausolaut rufen?
Das laute Schweigen dieser Kreise fällt ins Auge. Die gleichen „Damen“, die sonst ständig das Wort „Gleichstellung“ keifen, wollen hier auf einmal nichts mehr von Gleichberechtigung wissen. Nur die eigenen finanziellen Vorteile sind interessant.
Was ist daraus denn zu schließen?
Offenbar geht es also gar nicht darum, daß sie wollen, daß Männer sich mehr bei den Kindern einbringen, sondern dieser Vorwurf, daß Männer dies zuwenig täten, ist einfach nur eine Moralkeule. Denn wäre es anders, würde ihnen wirklich am Herzen liegen, daß Männer sich hier mehr einbringen, dann müßten sie die ersten sein, die laut rufen: Gleichberechtigung! – für die Männer!
Prefide Wortwahl
Der offizielle Begriff „Mutterschaftsentschädigung“ ist zudem perfide.
Entschädigung erhält normalerweise jemand, der ein Opfer ist. Also, dem etwas zugestoßen ist. Wie etwa ein Unfallopfer, das entschädigt wird oder ein Opfer eines Brandes, das von der Gebäudevesicherung entschädigt wird.
Die MacherInnen dieses Gesetzes halten offenbar eine Schwangerschaft und das Glück eines Kindes für soetwas wie einen Unfall oder einen Nachteil, für das man sie entschädigen muß. Während die Männer das Geld erarbeiten dürfen, was dann zugunsten der im Mutterschaftsurlaub zu „entschädigenden“ Frauen-Opfer erhalten.
Ungerechte Umverteilung zuungunsten Mann und zugunsten Frau.