NZZ-Märchenstunde zur Durchsetzungsinitiative mit Simon Gemperle (Bildschirmfotoausriß: NZZ.ch)
Abstimmungsbüchlein des Bundesrates zur Ausschaffungsinitiative
Abstimmungsbüchlein des Bundesrates zur Ausschaffungsinitiative

Wieder einmal etwas zum Thema Qualitätsjournalismus in den „Qualitätsmedien“. Märchenstunde mit Journalist Simon Gemperli, NZZ.

Der erste Satz im Abstimmungsbüchlein des Bundesrates zur Ausschaffungsinitiative vom 28. November 2010:

  • „Die Volksinitiative will Ausländerinnen und Ausländern automatisch das Aufenthaltsrecht entziehen, wenn sie bestimmte Straftaten begangen oder mißbräuchlich Sozialleistungen bezogen haben.“

„Journalist“ Simon Gemperli im Leitartikel (NZZ 30. 1. 16):

  • „Die Forderung nach einem Automatismus ohne jede Ausnahme wurde später erhoben.“

Jetzt fragt man sich: Ab wann ist eigentlich ein Journalist ein Lügenjournalist?

Und: Wer ist hier eigentlich die Märchentante? Ist es wirklich die SVP, wie Simon Gemperli weismachen will und bilderreich (siehe unten) sowie wortreich schildert?

Oder ist es nicht eher der öffentlich links politisierende Journalist, der die größte Partei der Schweiz, die SVP, als Märchentante in seinem Leitartikel auf der Titelseite der NZZ schmäht?

Jedenfalls geht der ganze – zurückhaltend formuliert – extrem tendenziöse Leitartikel im selben Märchenstil weiter.

Wer gerne Märchen schreibt, sollte das tun. Aber keine Leitartikel dafür mißbrauchen. Und sich beim Märchen-schreiben von politischen Themen fernhalten.

Denn mit Lügenjournalismus stellt die NZZ zentrale journalistische Grundprinzipien und Werte zur Disposition – ohne Not und Nutzen.

Das hat System.

Remo Maßat

NZZ-Märchenstunde zur Durchsetzungsinitiative mit Simon Gemperle (Bildschirmfotoausriß: NZZ.ch)
NZZ-Märchenstunde zur Durchsetzungsinitiative mit Simon Gemperle (Bildschirmfotoausriß: NZZ.ch)