… wird heutzutage aus „Pauerfrau“ (Powerfrau, Kraftfrau) bezeichnet. Komisch, daß es keines Pauermänner (Kraftmänner) analog zu den Pauerfrauen (Kraftfrauen) gibt, gell? Darüber einmal nachgedacht?

Was von dem Begriff Pauerfrau zu halten ist, bwz. warum eigentlich jede Frau ihn als Beleidigung auffassen müßte, dazu bzw. in Bezug auf diese Tatsache habe ich hier bereits geschrieben.
Trotzdem endet die Flut der Powerfrauen natürlich nicht. Wie dem auch sei:
Ganz aus dem Häuschen sind Journalisten dann immer, wenn eine Frau es in der Wirtschaft zu etwas bringt. (sogenannte Quotenfrauen zum Beispiel).
In diesem Zusammenhang stieß ich gerade auf diesen alten Bericht, als ich für einen anderen Blog recherchierte, wie es eigentlich zu dem massiven Einbruch der Nutzerzahlen der Suchmaschine Yahoo kam.
2011 dann die Meldung im ÖRF (Österreichischen Rundfunk):
Der Internetkonzern Yahoo sucht einen neuen Chef. Die bisherige Konzernlenkerin Carol Bartz hat das Unternehmen auf Druck des Verwaltungsrats verlassen. …/….

Anleger jubelten
Die Anleger bejubelten die Entscheidung des Verwaltungsrats, die ohne Vorwarnung kam. Nachbörslich stieg das gebeutelte Papier um mehr als sechs Prozent. Sie selbst habe von ihrem Rauswurf übers Telefon erfahren, schrieb Bartz in einer Abschiedsmail an ihre Mitarbeiter, die das Blog „All Things Digital“ veröffentlichte.
Bartz hattes seit ihrem Amtsantritt hunderte Stellen gestrichen. Ob das die richtige Maßnahme war? Yahoo verlor weiteren Boden gegen Google und der Umsatz schrumpfte. Zuletzt schwächelte zudem noch ausgerechnet das wichtige Geschäft mit traditionellen Werbebannern.

2009 der Antritt mit der anonymen Spiegel-Jubel-Meldung, daß es sich um eine „Powerfrau“ handelt. 2011 ohne Vorankündigung geschaßt. Da muß ja viel „Power“ vorhanden gewesen sein. Das bloße Geschlecht ist also – anders als Journalisten glauben – kein Grund für die Annahme einer guten Unterneshmensführung. Weder bei Männern, noch bei (Power)-Frauen.