Anläßlich der Debatte um die Ausschaffungsinitiative hat es in der aktuellen Weltwoche einen lesenswerten Artikel, welcher der Frage, was von der Initiative selbst und was vom Gegenvorschlag zur Ausschaffungsinitiative zu halten ist, nachgeht (kursiv = Quelle Weltwoche, Autor Alex Baur):

Mit Einsprachen werden Ausschaffungen jahrelang verzögert und verhindert, der Rechtsstaat wird mit seinen eigenen Mitteln ausgehebelt.

Interessanter Artikel zur Ausschaffungsinitiative

Die Ausschaffungsinitiative will dies verhindern. Der Gegenvorschlag würde die heutigen Missstände in der Verfassung zementieren.

In der Nacht auf Weihnachten 2001 lauerten drei Männer dem Wirt des Restaurants «Chinatown» in Aarau auf. Als Nhu Thong Trinh nach Geschäftsschluss in sein Auto steigen wollte, traf ihn ein Samuraischwert am Kopf. Ein zweiter Täter stach darauf mit einem fünfzehn Zentimeter langen Dolch mindestens zehn Mal auf das sterbende Opfer ein. Der 41-jährige Nhu Thong Trinh hatte keine Überlebenschance. Er hinterliess eine Witwe und vier Kinder.

Die Bluttat erschütterte den Aargau. Der Sonntagsblick spekulierte über Schutzgelderpressungen der «gelben Mafia». Die Realität war einiges banaler, aber nicht weniger erschütternd. Nhu Thong Trinh war kein Chinese, sondern ein gebürtiger Vietnamese, der seit über dreissig Jahren in der Schweiz lebte und längst eingebürgert war. Wie die Ermittlungen bald zeigten, hatten es die Täter lediglich auf die Tageseinnahmen abgesehen, die der Wirt auf sich trug.

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