Flattr ist ein Sozialbezahldienst mit Sitz in Malmö (Schweden), bei welchem die Kunden monatlich einen Abogeldbetrag einbezahlen. Das Minimum für Flattr sind monatlich nicht ganz 2 Franken und 70 Rappen (2 Euro).

Inhalteanbieter platzieren nun auf ihren Internetpräsenzen eine Flattr-Schaltfläche, welchen die Nutzer anklicken können wenn ihm der Internet-Inhalt gefällt.

Oje: Flattr hat die meisten Kunden im deutschsprachigen Raum, schafft es aber nicht mit diesen zu kommunizieren, zumindest nicht auf Deutsch! (Bildschirmfoto der Flattr-Antwort)

Der Abonnementsbetrag des Nutzers wird im Anschluß jeden Monat gemäß seinen Klicks an die Inhalteanbieter verteilt.

Flattr kassiert für sein Angebot 10% der Einnahmen, dazu kommen die Gebühren des jeweiligen Bezahldienstes, der genutzt werden muß.

Soweit, so gut. Interessant ist, was Wikipedia schreibt: „Flattr verbreitete sich in der Startphase vor allem in den deutschsprachigen Ländern.“

Ebenfalls: So weit, so gut, doch nun wird es leider richtig kritisch bzw. schlecht:

Was einen aber nun als deutschsprachiger Nutzer von oder Interessant für Flattr wundert, ist, daß die neugegründete Kapitalgesellschaft Flattr es den deutschen Nutzern nicht gerade dankt, daß sie sich für das unetablierte Neu-Unternehmen Flattr so interessieren (Flattr gibt es erst seit wenigen Wochen, davor gab es nur eine Beta-Version).

Man fragt sich: Ist es Inkompetenz oder Ignoranz? Flattr beherrscht die Sprache seiner Kunden nicht. Geschlossen ("closed")

Der von namhaften Geldgebern der Internetszene erst im März gegründete Anbieter Flattr schafft es nicht einmal, seine Angebote in der Sprachregion, in der er bisher am meisten Verbreitung fang in der Sprache dieser Region anzubieten.

Fazit für sie Zukunftsaussichten: Eine Kapitalgesellschaft, die ein neues Angebot etablieren möchte und sowenig in der Lage ist, auf ihre Kunden einzugehen, ist zweifelhaft, wie folgender Erfahrungsbericht zeigt.

Chamäleon Media GmbH, die Betreiberfirma von Schweiz-Blog.ch (und über 3.500 weiteren Webseiten) hat Flattr getestet und ist zu einem erschreckenden Ergebnis gekommen:

Ein Matthias Bomelin von Flattr hat keinen Bock auf Deutsch oder kann kein Deutsch. Auf eine in deutscher Sprache eingereichte Zuschrift kommt einfach nur: Sorry, we don’t understand german.

Und dabei hat Flattr die meisten Nutzer im deutschsprachigen Raum.

Wer aber als deutschsprachiger Kunde irgendwelche Fragen hat, kann keine Antwort erwarten. Zumindest nicht in seiner Sprache.

Wer so auf seine Kunden eingeht, dem kann man wohl kaum gute Zukunftsaussichten attestieren? Und dann gibt es noch die Zweifel am Geschäftskonzept. Alle zahlen ein bißchen, aber verdienen auch alle? Wo hohe Einnahmen sind, müssen auch hohe Einzahler sein, oder?