Von Winston Churchill stammt ja das berühmte ihm zugeschriebene Zitat, er glaube keiner Statistik, die er nicht selbst gefälscht habe.

Dem Zahlenmaterial, welches Medienstellen des Bundes verbreiten, muß man wirklich grundsätzlich mißtrauen. Dies zeigt einmal mehr eine aktuell vom BfS herausgegebene Statistik.

Winston Churchill mißtraute Statistiken und soll gesagt haben: »Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe…«
Winston Churchill mißtraute Statistiken und soll gesagt haben: »Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe…«

Denn aktuell kommt vom Bundesamt für Statistik (BfS) in Neuenburg wieder einmal eine ganz besonders brilliant aufbereitete Medienmeldung mitsamt Statistik. Es heißt, es gäbe schweizweit ein Drittel mehr Grenzgänger in den letzten 5 Jahren. Das ist zwar richtig, nur: Hier werden mutwillig Äpfel mit Birnen zusammengeschmissen.

Genausogut wie hier Statistik gemacht wurde, könnte man einen Gegenstand zur Hälfte in siedendes Wasser stecken und den Rest schockgefrieren und dann die Zahl veröffentlichen: Der Gegenstand hat eine Temparatur von um die null Grad.

Oder würde man eine Statistik des Schweizer Wetters auf diese Art und Weise erstellen, wie das BfS die Grenzgängerstatistik aufbereitet hat, so wäre die Meldung: In der Schweiz herrschen 8 °C.

Das ist nämlich die Durchschnittstemparatur der Schweiz. Nur: Diese Zahl bringt mir wenig, wenn ich zum Beispiel wissen möchte, wie kalt oder warm es im Februar war. Oder wie die Temparaturen im Juni so sind in der Schweiz.

Genausowenig Wissen bringt eine Grenzgängerstatistik ein, in der man Grenzgängergebiete mit Nicht-Grenzgänger-Gebieten vermengt. Man erhält so eine schöne Mittelzahl, die zwar groß (ein Drittel Steigerung) zu sein scheint, aber so schlimm ja nun auch wieder nicht.

Doch natürlich betrifft das Thema Grenzgänger speziell die Grenzkantone und nicht Kantone in der Innerschweiz, welche hier genußvoll mit in die Statistik reingemischt wurden.

Betrachtet man die Grenzgebiete oder wenigstens die Grenzkantone, welche ja das Phänomen Grenzgänger betrifft, isoliert, also ohne die Vermischung mit Kantonen, die es gar nicht betrifft, so sehen die Zahlen schon ganz anders aus.

Wir sind dann nicht mehr bei einem (auch schon stattlichen) Drittel Steigerung, sondern bei sagenhaften Steigerungen von mehreren hundert Prozent (siehe unten)!

Genußvoll übernehmen Blätter der linksgerichteten und seit jeher pro EU-Beitritt schreibenden Tamedia die staatliche Schönschreiberei des BfS (Bildschirmfotoausriß: 20 Min)
Genußvoll übernehmen Blätter der linksgerichteten und seit jeher pro EU-Beitritt schreibenden Tamedia die staatliche Schönschreiberei des BfS (Bildschirmfotoausriß: 20 Min)

Nicht nur die Zuwanderung aus der EU explodiert seit Schengen und nicht nur reisen Kriminelle ungehindert ins bevorzugte Land Schweiz oder Wirtschaftsflüchtlinge, welche gemäß Schengen gar nicht hier sein dürften:

Auch die Zahl der Grenzgänger ist explodiert.  Allerdings handelt es sich hierbei wenigstens um Menschen, die arbeiten:

Gemäß der Grenzgängerstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) arbeiteten im letzten Quartal des Jahres 2011 259’000 Grenzgänger ausländischer Nationalität in der Schweiz. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist das ein Zuwachs von 11,5 Prozent.

Insbesondere die Grenzregionen spüren den ungebremsten Zugang von Grenzgängern. Dies ist nicht der Medienmitteilung zu entnehmen, sondern nur feststellbar, wenn man ein tieferes Zahlenstudium der einzelnen Daten vornimmt. Die SVP hat das offenbar getan und stellt fest (kursiv).

Gewerkschafter fordern im Schweizer Fernsehe mehr Lohn (Bildschirmfotoausriß: SRF), gleichzeitig meldet das Bundesamt für Statistik eine explosive Zuwanderung in den Arbeitsmarkt
Gewerkschafter fordern im Schweizer Fernsehe mehr Lohn (Bildschirmfotoausriß: SRF), gleichzeitig meldet das Bundesamt für Statistik eine explosive Zuwanderung in den Arbeitsmarkt

So hat deren Zahl seit dem Jahr 2000 z.B. im Kanton Neuenburg um 271%, in Genf um 238%, im Jura um 209% und im Tessin um 199% zugenommen.

Kommen Gutqualifizierte?

Die heute veröffentlichte Grenzgängerstatistik hält auch fest, daß die Zuwachsraten insbesondere in „weniger gut qualifizierten Berufen“ besonders hoch sind. Damit wird einmal mehr die Behauptung widerlegt, dass die Personenfreizügigkeit vor allem hoch qualifizierte Arbeitnehmer in die Schweiz bringe.

Die größten Schengen-Befürworter befinden sich bekanntlich in den Reihen der SP, der Grünen und der Grünliberalen.

Wie sich das allerdings mit den Forderungen der Gewerkschaften und der Linksparteien (SP, Grüne usw.) nach mehr Lohn unter einen Hut bringen läßt oder mit den Forderungen nach Umweltschutz und Ressourcenschonung seitens der grünen Parteien (Grünliberale, Grüne Partei Schweiz usw.), das bleibt ein großes Rätsel.

In der offiziellen Medienmitteilung des BfS ist mit keinem Wort davon die Rede, daß in den Grenzregionen nicht von 33 Prozent (ein Drittel), sondern von mehreren hunderten Prozent (!) Steigerung zu sprechen ist
Staatspropaganda pro EU-Kurs: In der offiziellen Medienmitteilung des BfS ist mit keinem Wort davon die Rede, daß in den Grenzregionen nicht von 33 Prozent (ein Drittel), sondern von mehreren hunderten Prozent (!) Steigerung zu sprechen ist

Nachtrag: Nach dem aktuellen Beschluß des Nationalrats, die Medien an die Geldleine zu nehmen und damit eine Medienkontrolle zu installieren, dürfen wir in Zukunft wohl mit mehr solcherlei schöngeschliffenen Statistiken rechnen. Siehe diesen Bericht.