Die Rechtschreibreform: Gemäß allen Umfragen so beliebt wie Hundekot am Schuh

„Wie Hundekot am Schuh – etwa so beliebt ist die Rechtschreibreform seit ihrer Einführung„, schreibt Thomas Paulwitz, Chefredaktor der Deutschen Sprachwelt (größte deutschsprachige Sprachzeitung) in der jüngsten Ausgabe der Jungen Freiheit, einer konservativen deutschen Wochenzeitung, welche die widersprüchliche und unlogische Rechtschreibreform nicht praktiziert:

„Seit 1997 hat das Institut für Demoskopie in Allensbach (IfD) immer wieder die Einstellung der Deutschen zur Reform ermittelt (siehe IfD-Umfragen 6047, 7020, 7055, 7072 und 10019).

Die Zahl der Befürworter erreichte im Jahr 2004 mit 13 Prozent einen nie mehr erreichten Höhepunkt und fiel dann wieder.

Es fällt auf, daß die Zahl der Gegner wuchs, je stärker über die Reform diskutiert wurde. Zwischen 2005 und 2008 stieg die Zustimmung nach der vorläufig letzten Reform der Reform wieder um einen Punkt von 8 auf 9 Prozent – ein Armutszeugnis, besonders für den Rat für deutsche Rechtschreibung, der die Reform heute verwaltet.

Viele Tageszeitungen haben sich um diese Umfragewerte nie gekümmert. Dabei hing die Berichterstattung über die Mängel der Reform stark davon ab, welcher Schreibweise ein Medium folgte. Hatte es auf Neuschrieb umgestellt, führte das gleichzeitig dazu, daß es die Berichterstattung über dieses Thema stark einschränkte. Leserbriefe wurden nicht mehr veröffentlicht, denn man betrachtete die Sache als erledigt.

Die Tageszeitungen übernahmen einen Großteil der Schreibweisen

Obwohl die Kultusminister die Schreibweisen nur für die Schulen verordnen dürfen, übernahmen die Tageszeitungen 1999 einen Großteil der reformierten Schreibweisen. Die Diskussion war damit zunächst abgewürgt – ein Umstand, der auch zur Gründung der Sprachwelt als Sprachrohr der Reformgegner beitrug.“

Ganzer Bericht auf Junge-Freiheit.de