Aus einem Zukunftsroman von Franz Werfel (Stern der Ungeborenen), geschrieben 1945:

„Zwischen Weltkrieg II und Weltkrieg III drängten sich die Deutschen an die Spitze der Humanität und Allgüte.

Der Gebrauch des Wortes ›Humanitätsduselei‹ kostete achtundvierzig Stunden Arrest oder eine entsprechend hohe Geldsumme.

Die meisten der Deutschen nahmen auch, was sie unter Humanität und Güte verstanden, äußerst ernst. U Sie hatten doch seit Jahrhunderten danach gelechzt, beliebt zu sein.

Und Humanität schien ihnen jetzt der bessere Weg zu diesem Ziel. Sie fanden diesen Weg sogar weit bequemer als Heroismus und Rassenwahn. … So wurden die Deutschen die Erfinder der Ethik der selbstlosen Zudringlichkeit.

Und die Gebildeten unter ihnen hielten Vorträge an Volkshochschulen und in protestantischen Kirchen, wobei ihr eintöniges Thema stets der brüderlichen Pflicht des Menschen gewidmet war.

Ohne Pflicht ging’s ja nicht, wie die deutsche Grundauffassung vom Leben stets in der Anbetung des Unangenehmen bestand.

Sie sind eben Schafe im Schafspelz.

Da sie aber selbst dies krampfhaft sind, glaubt es ihnen niemand und man hält sie doch wieder für Wölfe.“

Franz Werfel, Stern der Ungeborenen, 1945.

Wen das noch nicht genug an das heutige Gutmenschentum mit Teddywerferinnen (krampfhafter Willkommenskultur) und nicht genug an andere heutige DE-Zustände erinnert wie z. B. die aktuellen Wahlhochs der Grünen, lese weiter. u. a.
„Sie sind verbittert, daß zwischen Menschen- und Hunderechten Unterschiede bestehen.“

„ Der Unfall als Hund geboren zu werden und die Verpflichtung zur Ersatzleistung an die… Kreatur.“