Seit dem 1. Juli 2010 ist Vasco Dumartheray Delegierter für Mehrsprachigkeit für die Bundesverwaltung. Dumartheray verantwortete bisher das Dossier Mehrsprachigkeit im Eidgenössischen Personalamt.
Die vom Bundesrat verabschiedete Verordnung über die Landessprachen und die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften ist seit dem 1. Juli 2010 in Kraft. Sie sieht die Einsetzung eines Delegierten für Mehrsprachigkeit für die Bundesverwaltung vor.
Das Eidgenössische Personalamt (EPA) hat den 52-jährigen Vasco Dumartheray zum Delegierten ernannt. Dumartheray trat im Jahr 2000 in die Bundesverwaltung ein und leitet seit 2006 im EPA das Ressort Personalführung, zu dem auch die Akte Mehrsprachigkeit gehört.

Er hat in den vergangenen Jahren maßgeblich zur Förderung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung beigetragen – unter andrem mit der Veröffentlichung eines Leitfadens im Mai 2009.
Zu den Hauptaufgaben des Delegierten gehört die Förderung der französischen und der italienischen Sprache in der Bundesverwaltung.
Zudem unterstützt er die Verwaltungseinheiten bei der Personalrekrutierung mit dem Ziel, die vom Bundesrat am 4. Juni 2010 festgelegten Sollwerte für die Vertretung der Sprachgemeinschaften zu erreichen.
Er sorgt zudem für einen verstärkten Austausch von Informationen und Erfahrungen zwischen der Bundesverwaltung und den Bundesparlamentarierinnen und -parlamentariern, der Tessiner Deputation in den eidgenössischen Räten sowie der Organisation Helvetia Latina und den betroffenen Behörden der Kantone.
Anm.: Die Organisation Helvetia Latina ist nicht einmal in der Lage, ihre eigene Webseite mehrsprachig zur Verfügung zu stellen. Statuten gibt es nur auf Französisch, wer auf Analysen klickt, landet ebenfalls bei der französischen Version Analyse. Wer auf „Liste der parlamentarischen Vorstöße“ klickt, der wird zu einer nur in einer Sprache, in Französisch, vorhandenen PDF-Datei weitergeleitet. Usw. usf. Offenbar ist das viersprachige Emblem rechts oben mehr Makulatur als alles andere.
Ganz schön peinlich, wenn da die letzte Mediemitteilung vom März 2010 heißt, Helvetia Latina will vom Bundesrat Taten sehen. Erst einmal an der eigenen Nase anfassen, muß man da wohl sagen!
Wer Taten sehen will, besucht etwa die einzige mehrsprachige Internetzeitung der Schweiz: Polizeibericht.ch, welche in den mehrsprachigen Gebieten die Polizeimeldungen mehrsprachig wiedergibt.