Che Guevara gehörte der weißen Oberschicht Argentiniens an (hier ein Foto als Jugendlicher zk. um 1943)
Che Guevara gehörte der weißen Oberschicht Argentiniens an (hier ein Foto als Jugendlicher zk. um 1943)

Auf Kaffeetassen Linker, auf Kleidung Alternativer findet sich immer wieder das Konterfei von Che Guevara. Versandhändler verkaufen an Aktivisten und Sozialisten usw. selbst Unterwäsche mit „Che“, wie er von diesen Kreisen liebevoll genannt wird.

Als interessierter Mensch hat mich daher einmal interessiert, was dieser Held der Linken denn eigentlich für ein Mensch war.

Wer ist dieser große Held, was zeichnet ihn aus? Was hat er getan, daß er sosehr verehrt wird von Linken in der westlichen Welt?

Irgendwas muß doch dransein. Dachte ich.

Doch beim Lesen der Biographie von Che Guevara, dem wohl bekanntesten linken Helden und Idol, das man auf jeder Demo von linksextremen Kreisen zu sehen bekommt, wird einem ziemlich mulmig:

Che Guevara wurde als Ernesto Guevara 1928 in Argentinien als Kind wohlhabender Eltern geboren.

„Che“ gehörte der weißen Oberschicht Argentiniens an. Also nichts von wegen armer verfolgter Einheimischer, der sich aufbäumt. Das nur mal der Aufklärung halber ganz nebenbei. Wobei ja auch ein der weißen Oberschicht angehöriger Mensch ein Revolutionär werden kann. Nichts spricht dagegen.

Einige Tatsachen aber geben hinsichtlich der Verherrlichung der Figur in linksalternativen Kreisen sehr zu denken:

Daß er ein skrupelloser Guerillo war, der andersdenkene Menschen, die seine politischen Ansichten nicht teilten, einfach hinrichten ließ, mag ja noch linker Denkart entsprechen: Toleranz ja – aber nur, wenn es für meine Meinung ist.

Das kann man heute alltäglich erleben. Man muß nur einmal im Nachtleben in ein alternatives Lokal gehen und dort sagen, daß man anderer Meinung ist.

Che Guevara gehörte der weißen Oberschicht Argentiniens an (Bild: zk. 1941), alles andere sind linke Märchen
Che Guevara gehörte der weißen Oberschicht Argentiniens an (Bild: zk. 1941), alles andere sind linke Märchen

Sogar zu Bücherverbrennungen rufen sozialistisch eingestellte Menschen heute wieder auf. Ganz im Sinne der National-Sozialisten.

Doch zurück zu Che Guevara: Er kannte nicht nur keine Gnade gegenüber anderen, die seine Meinung nicht teilten, keine Menschenrechte, keine Humanität.

Che Guevara in Argentinien 1951: Wieso heften sich Linke denn nicht dieses Bild mal an oder tragen es auf Unterhosen, lassen es sich eintätowieren? Das Märchen vom aus armen Hause stammenden Revoluzzer ist natürlich viel schöner als die Realität, oder?
Che Guevara in Argentinien 1951: Wieso heften sich Linke denn nicht dieses Bild mal an oder tragen es auf Unterhosen, lassen es sich eintätowieren? Das Märchen vom aus armen Hause stammenden Revoluzzer ist natürlich viel schöner als die Realität, oder? Abgeschmackt…

Was mich beim Lesen der Biographie wirklich wundert insbesondere hinsichtlich der Verehrung, die Che Guevara bei Linken heutzutage erfährt, sind seine massiven rassistischen Ausfälle in Kongo oder auch in Bolivien.

Daß er daneben brutaler und elitär eingestellter Machtmensch, skrupelloser Mörder war, davon spricht natürlich auch keiner.

Die ganzen Linken, Alternativen und Mitläufer, die also das Konterfei von Che sich anheften, auf Kleidern tragen, auf Taschen herzeigen oder sich gar eintätowieren lassen, zeigen nur eins:

– Sie haben keine Ahnung, wen sie verehren, sind ungebildet. Oder vielleicht muß man sagen: Einfach doof. Selbst, wenn man Ungebildetheit zugutehalten möchte: Man heftet sich doch nicht einfach ein Konferfei von jemanden an, von dem man nichts weiß.

– Oder sie lieben einen Rassisten, Menschenverächter, Schlächter, Mörder usw.

Che Guevara 1959: Die Frau neben ihm sieht irgendwie vornehm aus, würde eher auf das heutige Weltwirtschaftsforum passen oder auf eine Party von Paris Hilton. Komisch, oder?
Che Guevara 1959: Die Frau neben ihm sieht irgendwie mit den Ohrringen und der noblen Halskette so vornehm aus, würde eher auf das heutige Weltwirtschaftsforum passen oder auf eine Party von Paris Hilton. Komisch, oder?

Man darf sich die Antwort aussuchen.

Unschön ist sie so oder so. Denn was auch von beidem zutrifft: Ich finde – in Anbetracht der Verbreitung dieser Che-Verehrung in linken Kreisen – beide Antwort-Möglichkeiten gleichermaßen erschreckend.

Ausgerechnet die hochmoralisch auftretenden Sozialisten verehren Che Guevara.

Nur, wer mal die Fotos anschaut, ohne auch nur ein paar Buchstaben zu lesen oder in der Vergangenheit zu stöbern, der könnte als Linker sofort erkennen, daß vom Märli des angeblich verfolgten, aus angeblich armen Verhältnissen stammenden, sich empört gegen den Kapitalismus und für den Sozialismus einsetzenden Mannes wenig dran ist.

Sowenig, daß es es abstoßend ist. Aber die Che Chuevara-Industrie ist bei linken Versandhandelshäusern ein riesiger Renner. Kapitalismus halt. Ich hör lieber auf, weiterzuschreiben.

Jedenfalls, wer sich interessiert, wie der Che-Kult anfing, sollte die Beziehungen zwischen Fidel Castro und Che Guevara nachlesen. Steht alles im Internet.

Natürlich mag er es gutgemeint-haben oder kann auch gute Motive gehabt haben. Aber das kann man auch über andere Sozialisten wie den Mörder Stalin sagen oder über viele andere Sozialisten wie den National-Sozialisten Hitler.

Aber deswegen rennt man doch nicht mit dem Konterfei solcher Leute herum. Nur, weil sie es vielleicht auch gut-gemeint haben oder gutgemeint haben könnten.

Remo Maßat