Wer dachte, die Schaffung einer Eidgenössischen Tanzkommission bleibe der diesjährige Höhepunkt, sieht sich getäuscht.

Nun wird die Schweiz um einen „Nationalen Bienengesundheitsdienst“ bereichert. Sie glauben es nicht?

Der Bundesrat beschließt die Schaffung eines „nationalen Bienengesundheitsdienstes“. So die Überschrift einer gerade eingehenden Meldung des Schweizer Bundesrats.

Der Nationale Bienengesundheitsdienst wurde vom Bundesrat persönlich gegründet. Dann muß man sich ja jetzt um nichts mehr Sorgen machen...
Der Nationale Bienengesundheitsdienst wurde vom Bundesrat persönlich gegründet. Dann muß man sich ja jetzt um nichts mehr Sorgen machen...

Na, dann können wir ja alle beruhigt sein, wenn der Bundesrat sich höchspersönlich um sowas kümmert.

„Mit der Verabschiedung der Verordnung über die Unterstützung des Bienengesund-heitsdienstes hat der Bundesrat die rechtliche Grundlage für einen nationalen Bienengesundheitsdienst geschaffen und dessen Aufgaben definiert. Gleichzeitig hat er die Finanzierung geregelt: Branche, Kantone und Bund teilen sich die Kosten.“

„Im Weiteren soll der BGD die für die Förderung der Bienengesundheit wichtige Schnittstelle zwischen Forschung, staatlicher Bienenseuchenbekämpfung und Imkerschaft stärken. Zu den Aufgaben des BGD gehören die Beratung sowie die Aus- und Weiterbildung der Imkervereine, der Imkerinnen und Imker, die Unterstützung der kantonalen Vollzugsbehörden, die Erarbeitung eines Gesundheitskonzeptes und die Überwachung der Bienengesundheit. Indem Imkerinnen und Imker über den korrekten Einsatz von Tierarzneimitteln und anderen Hilfsstoffen aufgeklärt werden, wird indirekt auch die Herstellung von einwandfreiem Schweizer Honig gefördert.

Der neue Bienengesundheitsdienst ist eine Selbsthilfeorganisation der Imkerbranche mit eigener Rechtspersönlichkeit und steht unter der Aufsicht des Bundesamts für Veterinärwesen (BVET). Mitglieder sind Imkervereine sowie Imkerinnen und Imker. Finanziert wird der BGD durch Mitgliederbeiträge, durch Vergütungen für besondere Dienstleistungen, durch eine Finanzhilfe des Bundes und eine gleich hohe Beteiligung der Kantone sowie durch weitere öffentliche oder private Beiträge. Dabei übernimmt die Imkerbranche mindestens 20 Prozent der anfallenden Kosten. Der Bundesbeitrag sowie der Beitrag der Kantone soll maximal je 40 Prozent betragen.“

Zuerst rottet man die Bienenvölker aus, indem man neben aggressiven Zwangsrodungen auch aggressiv Streptomycin einsetzt.

Das umstrittene Antibiotikum bzw. dessen Einsatz gegen Feuerbrand wurde nicht nur vom Konsumentenschutz scharf kritisiert.

Sondern wegen Streptomycin mußte auch tonnenweise (!) Honig vernichtet werden und seine Auswirkung auf Bienenvölker bis heute nicht einmal ansatzweise untersucht.

Und jetzt gibt es also neu den Nationalen Bienengesundheitsdienst. Und der von Steuergeldern ausgehaltene, staatliche Genkonzern Agroscope spielt der Genpflanzenindustrie in die Hände.

Monsanto und Co. jubeln.

Und die Imker werden also einem Kontrollorgan unterworfen, dem Nationalen Bienengesundheitsdienst.

Wir fragen uns, wann der Bundesrat weitere, wirklich wichtige neue Behörden – von Steuergeldern bezahlt – einrichtet:

Wann kommt der Nationale Fischgesundheitsdienst? Oder der Nationale Ameisengesundheitsdienst? Der Nationale Marienkäfergesundheitsdienst? Der Nationale Madengesundheitsdienst? Oder der Nationale Igelgesundheitsdienst? Der Nationale Schmetterlingsgesundheitsdienst usw. usf.