Die Jubelmeldung lautet: „Erfolgreiche Genanalytik“. Kommt jetzt der gen-patentierte feuerbrand-resistente Apfel? Während alle, die nicht mitmachen wollen (Bio-Obstbauern), zu Zwangsfällungen gezwungen werden, bis es keine nicht-patentierten Apfelsorten mehr gibt?

Weltwelt jubeln schon Agrar-Konzerne wie Monsanto und Bayer AG (bzw. passend neu in häßlichem globalesischem Denglisch „Bayer CropSciences“)
Der schweizerische Staatsmonopolist, welcher in planwirtschaftlicher Manier die private Wirtschaft – von Steuergeldern bezahlt (!) – konkurrenziert, Agroscope, jubelt.

Schon die Bezeichnungen der Zuständigen lassen einen erschaudern. Letztmals legten sich Kommunistische Behörden oder davor Adelige in Europa solche langwierigen Namen zu, um das Gegenüber schon mit dem Namen einzuschüchtern.

Hier heißt es nicht „Seine königliche Hoheit“ oder „Majestät“, sondern die Namen sind noch länger. Die Obstbauern (und andere Bürger) sehen sich konfrontiert mit:

1. Markus Kellerhals, „Leiter Forschungsgruppe Apfelzüchtung und Genressourcen Obst vom Forschungsbereich Pflanzenschutz und Extension Obst und Gemüse der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW“ (so lautet übrigens wirklich der passend der kommunistisch-aristokratisch anmutende Name der zuständigen Abteilung in der Original-Medienmitteilung ! – kein privatwirtschaftliches Unternehmen würde sich so einen Schwulst leisten).

2. Weiter zuständig ist ein Professeor mit dem sprechenden Namen Cesare Gessler (Professor am Institut für Integrative Biologie)

Und als frohe Botschaft wird verkündet:

Neue Apfelsorten sollen sich in Zukunft besser gegen den Feuerbrand-Erreger wehren können. Weltweit arbeiten verschiedene Mannschaften an der Entwicklung feuerbrandresistenter Sorten.

Nun haben Fachleute von Agroscope und der ETH Zürich gemeinsam einen weiteren Meilenstein erreicht: Sie haben das Resistenz-Gen des Wildapfels Malus x robusta 5 genau lokalisiert.

Dank dieses Wissens können die Forschenden effizienter als bisher diejenigen Sämlinge zur weiteren Züchtung auswählen, die das Gen in sich tragen.


Gewisse Wildäpfel trotzen zwar dem Feuerbrand, doch die kirschengrossen, harten Früchtchen taugen nichts für die Premium-Auslage des Einzelhandels.

Im Projekt Züfos (Züchtung feuerbrandrobuster Obstsorten) erforschten Wissenschafter von Agroscope und der ETH Zürich die Resistenz des Wildapfels mit dem (für Leute, die des Latein mächtig sind, andere siehe Übersetzungsprogrammes des Wortes „malus“) sprechenden Namen Malus x robusta 5. Die unterschiedlichen Kompetenzen der beiden Institute ergänzen sich ideal.

2.200 Apfel-Sämlinge im Test +++ Großangelegte Markierungsaktion

Die Experten von Agroscope und ETH haben über 2200 Apfel-Nachkommen aufgezogen und genetisch analysiert. Parallel zur Genanalyse erfolgte ein Feuerbrandtest mit ausgewählten Pflanzen. Mit diesem Ansatz gelang es den Forschenden, das Resistenz-Gen genau zu lokalisieren und zu kartieren.

Gleichzeitig wurden mit dieser exakten genetischen Kartierung auch so genannte molekulare Marker entwickelt, die sehr nahe beim Resistenzort liegen.

Diese Marker werden nun von den Apfelzüchtern von Agroscope eingesetzt, um effizienter als bisher wohlschmeckende neue Apfelsorten mit der Resistenz des Wildapfels Malus robusta 5 zu züchten. Denn: Die Marker sagen wie kleine Fähnchen, welcher Sämling das gewünschte Gen enthält, aufwändige Feuerbrandtests entfallen. Dabei sind schon interessante Ergebnisse erzielt worden. Bis daraus eine Tafelsorte entwickelt ist, wird es aber noch rund 10 Jahre dauern.

Projekt «Züchtung feuerbrandrobuster Obstsorten» (Zuefos)

Das Projekt ZUEFOS hat mit verschiedenen Partnern den Bogen von der Wissenschaft zur Praxis gespannt. Finanziert wurde es vom Bundesamt für Landwirtschaft. Im Rahmen des Projektes wurden an der ETH Zürich und bei Agroscope Fortschritte bei der molekularen Identifikation der Resistenzen erzielt:

Exakte molekulare Kartierung der Resistenz von Malus x robusta 5
Für die Züchtung nutzbare molekulare Marker, welche möglichst nahe bei den Resistenzorten liegen
Kartierung von Resistenzfaktoren bei den Sorten ‚Florina‘ und ‚Rewena‘

Dank molekularen Markern für Feuerbrandrobustheit können die Züchter interessante Pflanzen einfacher erkennen.

Die Forscher testeten zudem die Anfälligkeit von Elternsorten und Züchtungsnachkommen im Sicherheitsgewächshaus nach künstlichen Infektionen. Robuste Sorten verwendeten sie umgehend für weitere Kreuzungen.

Bei Projektbeginn wählten die Apfelbaum-Züchter bekannte, eigene feuerbrandrobuste Züchtungen und/oder Sorten aus für Pilot-Obstanlagen an vier Standorten: Wädenswil ZH, Güttingen TG, Conthey VS und Morges VD. Bereits zeichnen sich  interessante Kandidaten ab. Sie werden jetzt umfassend geprüft, darunter auch an einem Standort, an welchem 2011 (Anm. d. Red.: angeblich) wegen starkem Feuerbrandbefall eine ganze Anlage gerodet werden mußte.

Zur Fruchtqualität werden Fachpersonen und Konsumenten befragt.

(Der Verfasser dieser Medienmitteilung muß wohl einen Vermerk in der Personalakte berfürchten: denn hier verzichtet die Behörde auf die amtlich verordnete Geschlechterk(r)ampf-Sprache bzw. das politische korrekte, aber leider nur schein-geschlechtergerechte EmanzInnen-Deutsch)

ZUEFOS hat in vier Jahren unser Wissen zur Feuerbrandresistenz, zum Zuchtmaterial und zu den Zuchtmethoden stark erweitert, so Agroscope. Züchtung ist ein langfristiger Prozeß. Sowohl für den Tafelanbau (Tafelapfel) als auch für den Hochstamm (Hochstammapfel) entstehen kurz-, mittel- und langfristig hoffnungsvolle Perspektiven, heißt es weiter, und: Im Anschlußprojekt ZUEFOS II (2012-13) werden die begonnenen Arbeiten weitergeführt und neue Aspekte einbezogen.

Wertvoll ist auch die hervorragende Zusammenarbeit mit den Obstbau-Fachstellen der am stärksten vom Feuerbrand betroffenen Kantone und mit dem Schweizer Obstverband, heißt es in der Mitteilung von Agroskope.
Hintergrund:

In äußerst aggressiven und kommunistisch anmutenden Verfügungen zwangen und zwingen Beamte Landwirte, Apfelbäume, die zum Teil sogar älter als die Schweiz sind, zu fällen.

Wegen Feuerbrandbefall. Dies, obwohl die befallenen Apfelbäume im nächsten Jahr wieder ganz normal Äpfel getragen hätten.

Dafür wird der Niedrigstamm-Apfelanbau gefördert. Diese auf kurzfristig höhere Erträge angelegte Anbauart ist extrem schädlich und einer der Hauptschuldigen an der Verbreitung des Feuerbrandes.

Während einmal befallene Hochstammbäume reistent werden, ist dies bei den minderwertigen, schnell auf höchstmöglichen Obstertrag hochgezüchteten Niedrigstammbäumen nicht der der Fall.
Obstbauern, die sich widersetzten, ihre Hochstammbäume zu fällen, werden behördlicherseits mit Polizei und mit Geldstrafen massivst drangsaliert und und staatlich eingeschüchtert.

Einige erschütternde Fälle sind in durch die Presse bekanntgeworden. Es wäre einmal interessant, wie Bio-Knospe dazu steht. Die Bio-Marke, die erst kürzlich einem Bio-Veteran verbot, ihr Zeichen zu tragen, weil er sich – aus guten Gründen – weigerte, seine Tiere zwangszuimpfen (ein sog. Impfgegner). Inzwischen werden Gesetze erlassen, die Massen-Zwangsimpfungen bei Menschen – angeordnet durch die Regierung – ähnlich wie auch EU-Staaten oder den USA zulassen.

All dies widerspricht in extremster Art und Weise der freiheitlichen und humanen Tradition der Schweiz.

Und die nationale Ethik-Kommission zu der Monokultierung von Staats wegen? Kein Wort von ihr.

Bauer Martin Eugster aus Erlen TG wehrte sich gegen brutale Zwangsrodungen und zieht den Fall nun vors Bundesgericht. In punkto Behörden-Arroganz spielte hier das Landwirtschaftsamt Thurgau eine ganz unrühmliche Rolle.