Eine 14jährige ist fast ums Leben gekommen. Dem Tod durch „Bereicherung“ knapp entkommen. 4 der 5 Täter erhalten Bewährungsstrafen.

CDU-Politikerin Birgit Kelle empört sich aktuell – zu recht – über einen hamburger Richter im deutschen Magazin Focus (kursiv). 

Und stellt sich als Kritikerin und Teil der Lösung dar. Sie ist jedoch Teil des Problems. 

Doch erst einmal zu den Zitaten von Kelle:

In Hamburg hat ein Gericht mal wieder bewiesen, daß das wahre Problem weder zu lasche Gesetze, noch schlechte Polizeiarbeit ist – sondern Richter, die mit grausamen und kriminellen, jugendlichen Tätern umgehen, als hätten sie nur im Supermarkt einen Lutscher geklaut.

Birgit Kelle im Focus über ein skandalöses Urteil
Birgit Kelle im Focus über ein skandalöses Urteil

Weiter schreibt sie:

Vier junge Männer zwischen 14 und 21 haben als Gruppe eine 14-Jährige vergewaltigt. Sie haben dabei unter anderem eine Flasche und eine Taschenlampe in sie eingeführt. Eine 15-Jährige hat das Ganze auch noch mit einem Natelfilm dokumentiert. Als sie mit ihr fertig waren, haben sie das Mädchen in einen Hinterhof geschleift und dort in der eisigen Kälte liegen lassen. All das reicht vor einem Hamburger Gericht offensichtlich nicht aus, damit alle Täter eine saftige Strafe bekommen. Allein der 21-Jährige aus der Gruppe wird für vier Jahre ins Gefängnis einfahren – falls er nicht bei guter Führung bald wieder raus kommt … / … 

Und:

Schon zum Prozeßauftakt zeigten die Täter nicht Reue, sondern unverschämtes, feixendes Verhalten. Man ließ sich feiern von der lieben Verwandtschaft, die ganz offensichtlich auch wenig erschüttert war über das Verhalten ihrer „Söhne“, sondern die deutsche Justiz eher als Feind denn als Autorität betrachtet.

Man fragt sich: Was genau hätten die Täter noch zusätzlich machen müssen, damit das Gericht am Ende möglicherweise in Erwägung zieht, daß eine Bewährungsstrafe nicht ausreicht … /… 

Alles richtig. 

Nur in einem Punkt irrt Kelle: 

Das wahre Problem sind nicht Richter, die solche furchtbarten Urteile sprechen. Sondern die, die mitmachen, solche in wohl nicht nur meinen Augen kranke Richter einzusetzen.

Und das ist namentlich die CDU mit Merkel. Die Partei, der Birgit Kelle ständig die Stange hält und sie damit unterstützt. Und somit auch die von ihr kritisierten Zustände unterstützt.

Denn sie ist CDU-Mitglied. Mitglied der Partei, die heute linker als die SPD vor 20 Jahren es war, ist.

Kelle unterstützt als CDU-Mitglied natürlich auch die Kanzlerin Merkel.

Kelle ist Teil des Problems

Sie gehört zu jenen Leuten, die der CDU noch ein Etikett von konservativ und vernünftig geben. Beides ist die CDU seit langem nicht mehr. Und Kelle gehört zu jenen Leuten, die Merkel unterstützen. Kelle ist eindeutig Teil des Problems und nicht Teil der Lösung. Auch, wenn sie sich gerne so darstellt. Doch solange sie CDU-Mitglied ist und für die CDU-Ideen weibelt, ist sie nicht glaubhaft darin, sich als Teil der Lösung darzustellen.

Kelle hat einen beachtlichen politischen Leistungsausweis darin, dumme Sachen als das zu „auten“, was sie sind: dumm.

Dies namentlich bei Feminismus-Sachen oder Gender-Sachen.

Daher ist es besonders stoßend und wenig glaubwürdig, daß sie sich einer Partei zur Verfügung stellt, die solche Dummheiten -zusammen mit SPD, Grünen, Linken usw. – seit vielen vielen Jahren fördert.

Man sucht nach einer schlüssigen Erklärung für die CDU-Mitgliedschaft.

Politischer Busenneid?

Kelle begründet ihre Mitgliedschaft in der CDU sinngemäß so, daß sie glaube, dort noch etwas ändern zu können.

Es erscheint wenig glaubhaft. Schließlich ist sie eine intelligente Frau und müßte wissen, was mit – zum Beispiel – der „CDU Italiens“ passiert ist.

Man könnte fast annehmen, sie treibt ein Neid auf Petry an und sie hat sowas wie einen „politischen Busenneid“.

Es wäre die einzige wirklich schlüssige Erklärung, die sich aktuell darstellt.

Apropos Petry:

Petry äußert sich ebenfalls zum Skandalurteil

Frauke Petry bringt es auf den Punkt mittels einem Vergleich zweier aktueller Justizfälle in Deutschland (kursiv). Sie vergleicht das Strafmaß (kein Gefängnis für 4 der 5 Vergewaltiger) mit dem Strafmaß einer allein-erziehenden Mutter, die weder Radio noch Fernsehen hört und gut 300 Euro GEZ-Rundfunk-Zwangsgebühr nicht zahlen kann aufgrund ihres geringen Einkommes. Sie wurde zu Haft verurteilt. Hier kannte das Gericht keine Milde wie bei den Gewalttätern und Gruppenvergewaltigern:

Zwei Rechtsfälle haben in dieser Woche für Aufmerksamkeit gesorgt. So unterschiedlich sie auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie lassen den Bürger mit Unverständnis zurück.
Das nachsichtige Gerichtsurteil für eine Gruppe junger Männer, die eine 14-Jährige mißbraucht und mißhandelt hatten, fiel milde aus. Vier der fünf Täter kommen mit Bewährungsstrafen davon. Auf der anderen Seite sorgte der Fall einer alleinerziehenden Mutter für Verwunderung. Ihr droht Haft, weil sie ihren Rundfunkbeitrag nicht zahlen kann.
Man muß kein Jurist sein, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, daß hier die Relation zwischen Vergehen und Strafe völlig verloren gegangen ist. Wie soll man verstehen, wenn wiederholte Schwarzfahrer oder GEZ-Schuldner ins Gefängnis einrücken müssen, bei Verbrechen, die ein ganzes Leben zerstören, dagegen überwiegend Bewährungsstrafen verhängt werden?

Auszug aus der Bessermenschen– und Gutmenschen-Postille (Intellektülle) „Die Zeit“ (kursiv):

Die Angeklagten hatten zum Prozeßauftakt Ende August für erneutes Entsetzen gesorgt. Sie waren wie Sieger in den Saal eingezogen, hatten vor den Zuschauern gepost und Faxen gemacht. Beim Urteil geben sie sich etwas kleinlauter. Nur Bosco P. nicht. Als alles vorüber ist, steht er auf. Er dreht sich zu den Zuschauern um, reckt die Arme in die Höhe. Er ruft etwas auf Serbisch zu seiner Familie im Zuschauerraum. Dann macht er Gesten. Er deutet auch eine Sexbewegung an und grinst.

Remo Maßat