Es mutet schon surreal an: Nach der Hausdurchsung bei Hermann Lei nun die Hausdurchsuchung bei Nationalrat Christoph Blocher.

Nicht beim eigentlichen Täter und seinen Helfershelfern wird eine Hausdurchsuchung seitens der Oberstaatsnanwaltschaft Zürich vorgenommen, obwohl dies dringenst nötig wäre. Etwa, um zu klären, wie es sein konnte, daß kurz von dem SNB-Entscheid zur Festlegung eines fixen Euro-Franken-Kurses etliche Hedgefondsmanager ihre Positionen glattstellten.

Die Frau von Philipp Hildebrand, Kasyha Hildebrand, hat in der Szene gearbeitet (wie ihr Mann selbst ja auch) und viele Hedgefonds-Manager sind Kunstsammler. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, oder?

Doch damit nicht genug: Auch der SNB-Chef selbst spekulierte aggressiv mit Devisen und Aktien.

Wir erinnern uns daran, was die Oberstaatsanwaltschaft Zürich offenbar durch Ablenkungsmanöver vergessen machen will: Kashya Hildebrand, wechselt 400’000 Fr. in 504’000 Dollar. Philipp Hildebrand erfährt am Tag danach davon, heißt es zuerst. Später muß er zugeben, daß er selbst den Auftrag mit der Bank Sarasin abgesprochen hat.

Ein Zitat des SP-Chefs Christina Levrat ist immerhin seh ehrlich«Aus meiner Sicht ist das ein heikler Punkt bei dieser Geschichte. Hingegen hat sich Blocher aus meiner Sicht richtig verhalten, als er die Informationen zu Hildebrands privaten Devisengeschäfte dem Bundesrat bzw. der Bundespräsident weitergab. Er konnte effektiv davon ausgehen, daß der Bundesrat eine Art Oberaufsicht ausübt.» (Basler Zeitung)

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