Je länger das Dritte Reich tot ist, desto beliebter wird der heldenhafte Widerstand dagegen.

Je weniger Fa, desto mehr Anti, so der jüdische Publizist Henryk M. Broder jüngst in einem bemerkenswerten Artikel über die sog. Antifa bzw. Linkextremisten (in der Schweiz gern als sog. „Autonome“ bezeichnet).

Ja weniger Fa, desto mehr Anti: So macht Antifaschismus richtig Spaß
Ja weniger Fa, desto mehr Anti: So macht Antifaschismus richtig Spaß (Fotoausriß: Autorenseite Weltwoche)

Broder wörtlich:

Denn die wichtigste Faustregel der militanten Antifa lautet: Antifaschismus macht nur dort Spaß, wo es keinen Faschismus gibt; oder andersrum: je weniger Fa, umso mehr Antifa.

Dies gilt natürlich auch für Länder, die nie zum Dritten Reich gehörten und sich eigentlich brüsten könnten, als Fels in der braunen Brandung dem Nationalsozialismus mutig Widerstand geleistet zu haben.

Hier, mitten in der Schweiz, einem der tolerantesten und weltoffensten Länder der Welt, und zugleich dem Land mit dem höchsten Ausländeranteil Europas (und dies trotz der zugleich höchsten Einbürgerungsrate Europas!) wird der Kampf gegen angebliche Nazis bzw. Faschisten von linksextremistischen Kreisen intensiv und leidenschaftlich gekämpft.

Dabei gibt es wirklich Länder, in denen tägich die Menschenrechte mit Füßen getreten werden, in den täglich (staatlich legitimierter) Rassismus an der Tagesordnung ist etc. etc.

Und dabei hat zuletzt gerade erst die (symbolische) Abstimmung gegen den Neubau von Minaretten gezeigt, daß die Schweizer Stimmbürger strikt gegen jeden Totalitarismus sind. Die Schweizer hatten als friedliebendes Volk mit der Annahme der Minarett-Initiative auch bzw. insbesondere dem Extremismus eine deutliche Absage erteilt und Mäßigung sowie Integration gefordert. Namentlich bei den Themen Scharia, Zwangsheirat, Ehrenmorde, Genitalverstümmelung, eigene Grabstätten, Burka, Extrawürste beim Schwimmunterricht und der Unterdrückung der Frauen.