Eine Touristin hat Schreckliches entdeckt. Schweine mit Nasenringen. Sie alarmiert die Polizei.

Diese schreitet sofort ein. Kontrolliert sämtliche Bauernhöfe in der gesamten Umgebung.

Den Bauern wird verboten, den Schweinen Nasenringe einzusetzen.

Was bei Schweinen verboten ist, ist beim Menschen alltäglich... (Bildschirmfoto: Polizeibericht.ch)
Was bei Schweinen verboten ist, ist beim Menschen alltäglich... (Bildschirmfoto: Polizeibericht.ch)

Nun können die Bauern ihre Schweine im Sommer nicht mehr auf den Alpweiden frei herumlaufen lassen, denn dann würden sie  – ohne Nasenringe – die Erde aufwühlen.

Nun müssen die Schweine also im Sommer im Stall gehalten werden.

Das ist Naturschutz. Lieber Tierfabriken gemäß amtlicher Vorschrift und konform mit dem Veterinäramt.

Es fragt sich doch:

Wenn das für die Schweine so schlimm ist, Nasenringe zu bekommen, daß der Tierschutz bzw. die Tierschutzgesetze es verbieten, warum schreitet die Kantonspolizei dann nicht gleich auch beim Menschen ein? Menschenschutz sollte ja mindestens genauso wichtig sein wie der Tierschutz.

Zahlreiche Jugendliche laufen mit Nasenringen rum. Schlimmer noch: Auch in den Ohren wird wild herumgestochen und Metall glänzend getragen. Und sogar Metallstücke in der Zunge sieht man. Es kommte noch schlimmer: Das, was für Schweine verboten ist gemäß Veterinäramt, findet man bei vielen Menschen sogar in Brustwarzen, in den Lippen, über den Augenbrauen und – man glaubt es kaum – auch im Intimbereich.

Also sofort alle Jugendlichen, die sich massenhaft Steckschmuck („piercings“) einsetzen, polizeilich belangen. Und alle Jugendlichen, die ihn nicht freiwillig entfernen lassen, einsperren.

Was für den Schutz der Tiere wichtig ist, sollte für den Menschen ja wohl erst recht gelten.

„Wir nähern uns der totalen Verblödung“ – dies war die Überschrift eines Leserbriefs eines Landwirts, den ich zum Thema einmal im Raum Brienz in der Zeitung las, als ich vor zirka zwei Jahren einmal einen Kunden wegen einem Internetprojekt zu besuchen hatte.

Dieser Satz trifft es wohl.

(Ganzer Bericht / Quelle: Polizeimeldungen.ch)